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Social Media, Ikea und die Mir-fehlt-eine-Schraube-Straße

Social Media ist keine Einbahnstraße. Das merken auch wir immer wieder, denn auch mit uns treten immer wieder Leser unseres jhmc Blogs und des jhmc Magazins in Kontakt. Manchmal ergeben sich so witzige Diskussionen. So wie neulich, als sich jemand per E-Mail bei uns meldete, der über einen Blog-Artikel zu HotForWords gestolpert war.

Marina, die nicht ganz unansehnliche Protagonistin dieses auf diversen Social Media Kanälen vertretenen Internet-Auftritts, soll laut ihrer bei Wikipedia nachzulesenden Vita Philologin sein. Unser netter E-Mail-Kontakt erklärte uns in ellenlangen Texten, dass er dazu lange recherchiert hätte. Er könne jedoch nur Quellen finden, bei der ein Journalist offenbar vom anderen abgeschrieben hätte. Nirgends ergäbe sich ein Hinweis darauf, dass Marina tatsächlich studierte Philologin sei. Er fände es traurig, dass alle - und damit auch wir von der Jörg Haupt Management Consulting in unserem Blog - diese Vita ungeprüft aufgreifen würden. Dies spräche für die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft.

Wow, manche Menschen müssen ja eine unendliche Zeit haben. Wir dagegen haben doch nur erklärt, wie das Geschäftsmodell von Marina dank der Social Media Kanäle funktioniert und wie sie sich zur Marke aufgebaut hat.

Na ja, so erlebt man immer wieder nette Überraschungen im Umgang mit Social Media. So ganz hundertprozentig planbar ist das alles demnach offensichtlich nicht.

Das musste übrigens auch Ikea feststellen. Das schwedische Möbelhaus durfte kürzlich die Zufahrtsstraße eines spanischen Filial-Standorts nach eigenen Vorstellungen benennen. Man dachte sich eine witzige Facebook-Aktion aus: Die spanischen User sollten über den Namen der Zufahrtsstraße abstimmen. Wer jetzt denkt, das betreffende Ikea-Möbelhaus nun an einer Billy-Straße oder dem Expedit-Platz zu finden, der irrt. Die Facebook-User haben entschieden und so findet man die betreffende spanische Ikea-Filiale an der Mir-fehlt-eine-Schraube-Straße.

Na ja, wir denken, Ikea nimmt es mit Humor. Denn wenn man einmal umgekehrt an die Sache herangeht, merkt man schnell, dass man auch ohne Nennung des Namens Ikea darauf käme, welches Möbelhaus sich an der Mir-fehlt-eine-Schraube-Straße befindet. Wie war das noch? Schraubst Du noch oder wohnst Du schon? Oder so ähnlich. ;)

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Thank god we germans have our own language

Heute Morgen bin ich auf dem Weg zu einem Termin an einem Werbeplakat vorbeigefahren, auf der mir diese unsäglich dämliche Marlboro-Kampagne entgegengrinste: “Don’t be a maybe - be Marlboro!”

Für diese herausragend bescheuerte Werbeausage verleihen wir direkt mal die Marketing-Banane. Oder - um quasi beim Thema zu bleiben: Was bitte haben die denn geraucht? Was es auch war: Schlauer macht es offenbar nicht.

Die Marketing-Banane

Überdies stellt sich die Frage, ob die Zielgruppe eine Werbebotschaft wie “Don’t be a maybe” überhaupt versteht. So ganz klar ist das nämlich nicht, da die Englischkenntnisse großer Teile der Bevölkerung nicht gerade erfreuliche Rückschlüsse auf die Qualität des Sprachunterrichts an unseren Schulen zulassen.

Abgesehen davon erscheint es doch ziemlich bescheuert, dass man in Deutschland auf Englisch für seine Produkte wirbt. Denn wir haben ja beispielsweise keine deutsche Übersetzung für Worte wie “maybe” oder z.B. auch “sale”. Und wenn, dann würden wir die doch never in den mouth nehmen, oder? Maybe würden wir sinnloses Zeugs verdenglischen und mobile phones Handys nennen. Derweil gehen wir ins Office, wo wir dann an Meetings teilnehmen. No problem, das klingt ja auch direkt viel cooler.

Wie dem auch sei: Maybe you should stop smoking. Sonst bekommst Du vielleicht cancer und man braucht wahrlich kein Master-Studium (shit, ich habe noch ein piefiges deutsches Diplom) um zu wissen, dass Rauchen sogar eine heart attack begünstigt.

Andererseits brauchte man natürlich mal eine neue Werbeaussage, da der Marlboro-Mann ja längst an Lungenkrebs gestorben ist und sich ganze pieces aus seiner Raucherlunge gehustet hat. Na ja, es konnte ja keiner wissen, dass smoking serious health damage verursachen kann. Roof-damage verursacht es offenbar auch, denn sonst wäre wohl niemand auf diese Dachschaden-Kampagne gekommen. Immerhin belustigt es, dass Philip Morris für solch einen Schwachsinn noch money ausgibt. Dem Marketing-Verantwortlichen sollte man echt einen kick in seinen arse verpassen. ;)

Derweil denke ich mir: Mal gut, dass wir Deutschen eine eigene Sprache haben. Aber vielleicht liegt da auch der tiefere Sinn dieser völlig bekloppten Don’t-be-a-maybe-Kampagne: Philip Morris und die beauftragte Agentur hoffen, dass aufgrund der Verwendung der englischen Sprache niemand merkt, wie bescheuert die “Werbeaussage” tatsächlich ist.

Andererseits: Womit soll Philip Morris denn bitteschön sonst werben? Vielleicht damit, wie cool Rauchen ist? Denn in der Tat, das ist im wahrsten Sinne des Wortes “cool”, wenn sich die Raucher im Winter bei -15 Grad bibberrnd vor einer Kneipentür einfinden, um zu demonstrieren, dass Rauchen überhaupt nicht süchtig macht. Nein, die frieren nur deshalb, weil Rauchen totaler Lifesyle ist und eigentlich rauchen und frieren die ja richtig gerne.

Funny übrigens, wieviele english words man in solch einem denglischen Text unterbringen kann. Darüber kann man fast vergessen, dass smoking den Screen eines Fernsehers oder PC mit einer herrlich yellow Schicht überziehen kann. Wahrlich: Marlboro hat die Marketing-Banane really redlich verdient. ;)

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

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Lustiger PayPal-Spam

Liebe Leser, rechtzeitig zum Wochenende erheitern uns die fleißigen Spammer wieder einmal mit lustigen Botschaften in sehr merkwürdigem Deutsch. Diesmal erwischt es PayPal. Denn die Spammer behaupten, dass es Unregelmäßigkleiten auf “unserem” PayPal-Konto gegeben hätte. Deshalb solle man sich einloggen und seine Daten bestätigen.

Was uns wundert: Wie kommen die Spammer darauf, dass auf diese Uralt-Masche noch irgendjemand hereinfällt? Erst recht, wenn sie derart orthographisch “korrekt” daherkommt:

“Hallo

Im Rahmen unserer Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, regelmäßig Bildschirm Aktivität PayPal.
Wir bitten um Informationen über Sie aus dem folgenden Grund :

Unser System erkannt ungewöhnliche Gebühren für eine Kreditkarte in Verbindung mit Ihrem PayPal-Konto.

Dies ist die letzte Mahnung, sich bei PayPal. Dies ist die letzte Erinnerung an bei PayPal anmelden. Sobald Sie den Zugang werden wir Maßnahmen, um den Zugang zu Ihrem Konto wieder.

Einmal verbunden, folgen die Schritte zur Aktivierung Ihres Kontos !
Vielen Dank für Ihr Verständnis, da wir der Account-Sicherheit zu gewährleisten arbeiten.”

Ne, ist klar. Wie ulkig ist das denn? Liebe Spammer, wir tun es Euch gleich: Sobald Sie den Zugang werden wir Maßnahmen zu löschen blödsinnigen Spam oder so ähnlich. ;)

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Neulich auf der Management-Sitzung zur Alien-Invasion

Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace macht immer wieder durch spektakuläre Aktionen von sich reden. Was immer man persönlich darüber denkt, eines muss man aber neidlos anerkennen: Sie wissen, wie man Aufmerksamkeit erregt. Und auch das Thema virales Marketing beherrscht Greenpeace perfekt.

Botschaften zum Thema Umweltschutz werden entweder durch spektakuläre Aktionen oder aber auch durch interessant und witzig aufbereitete Kampagnen verbreitet, die vor diesem Hintergrund häufig in den Kanälen des Social Web thematisiert werden. Kürzlich stolperten wir z.B. über das folgende Video. Dabei beobachten wir eine Management-Sitzung eines außerirdischen Konzerns. Unter anderem geht es um die Frage, ob es sich betriebswirtschaftlich lohnen könnte, den Planeten Erde im Rahmen einer feindlichen Übernahme zu akquirieren …

Viel Spaß also mit der Management-Sitzung zur Alien-Invasion.

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