Die Marketing-Banane für Duisburg

Zugegeben: Ich bin etwas unschlüssig. Denn eigentlich hat Duisburg in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Stadt nach vorne zu bringen. Man hat die Lage am Rhein mit dem größten Binnenhafen Europas und auch die sonstige gute Infrastruktur genutzt, um sich als Logistik-Drehscheibe zu positionieren. So ist beispielsweise in Rheinhausen ein riesiges Container-Terminal entstanden, um das sich führende Logistik-Unternehmen angesiedelt haben.

Auch der industriell nicht mehr nutzbare Innenhafen hat eine gewaltige Veränderung erfahren. Denn als städtebauliches Vorzeigeprojekt hat man ihn zu einem Stadtviertel mit Büros und lebendiger Gastronomie entwickelt. Und auch in der Innenstadt hat sich einiges zum Positiven verändert, so dass man sie kaum noch wiedererkennt.

Doch heute hatte ich einen Termin in Duisburg. Und dabei ist mir folgendes wieder einmal aufgefallen: Wenn man sich in Duisburg nicht auskennt oder kein Navi dabei hat, dann findet man fast keine Hinweisschilder, die den Ortsunkundigen in einzelne Stadtteile oder gar ins Zentrum leiten. Offenbar rechnen also die Stadtoberen gar nicht damit, dass jemand Duisburg besuchen möchte.

Deshalb gibt es an dieser Stelle nun zum zweiten Mal in diesem Monat das berühmte Bananenbild. Und ich möchte jetzt kein Genörgel hören, bloß weil ich mal geschrieben habe, dass ich die Marketing-Banane nur einmal pro Monat vergeben will. ;)

Banane 001Andererseits scheinen die Stadtoberen auch nicht damit zu rechnen, dass irgendjemand einmal auf die Idee kommen könnte, die Stadt mal wieder zu verlassen. Denn als ich wieder zurück nach Krefeld fahren wollte, waren alle, aber wirklich alle (!) Autobahnauffahrten in meine Richtung wegen irgendwelcher Bauarbeiten gesperrt.

Ich muss zugeben: Das ist schon eine geniale Strategie. Hat man also einmal einen Auswärtigen eingefangen, dann lässt man ihn einfach nicht mehr weg. Ich sag’s ja: Genial! Wirklich genial! ;)

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

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Kleine Dinge

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Blick auf das Wesentliche lenken. Und das ist gut so, denn im hektischen Alltag vergisst man mitunter, einmal innezuhalten.

Gestern war ich auf dem Weg zu einem Termin, als ich zwei Kinder auf dem Bürgersteig beobachtete, ein Mädchen und einen Jungen. Das Mädchen war offenbar mit dem Fahrrad gestürzt und der Junge hatte freundschaftlich den Arm um das Mädchen gelegt und tröstete es. Egal, was einem vorher passiert sein könnte: Wenn man solch eine schöne Geste sieht, geht es einem direkt gut.

Neulich haben wir mit der ganzen Familie einen Ausflug an die Mosel gemacht. Als wir an einem Spielplatz vorbei kamen, gab es für mein Patenkind kein Halten mehr. Und natürlich habe auch ich ausgiebig mit meinem Patenkind gespielt.

Als der Kleine dann die Leiter zur Rutschbahn hochkletterte und ich ihn dabei festhielt sagte er: “Onkel Jörg, Du musst keine Angst haben. Ich passe auf Dich auf.” Und das mit nicht einmal drei Jahren. Genial, oder? :)

Was soll ich sagen? Nach solchen Erlebnissen geht man wieder mit ganz anderer Motivation an die Arbeit.

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Interessanter Vorschlag gegen Hochwasser-Gaffer

In unserem jhmc Nachrichtenservice finden interessierte Internet-Nutzer aktuelle Nachrichten in Form von Texten und Videos. Und auch hier im jhmc Blog oder auch unserem Magazin werden aktuelle Nachrichten-Videos eingeblendet. Und da habe ich eben einen Beitrag entdeckt, der mich an die Zeit erinnert, als ich selber noch beim THW war.

THW – das Technische Hilfswerk, das sich selbst mitunter als “Tausend Hilflose Wichte” oder “Trinken, Helfen, Weitersaufen” verballhornt, leistet in Katastrophengebieten unschätzbare Dienste. Ich selber war beispielsweise bei den Winterhochwassern in Köln in den Jahren 1993 und 1995 dabei. Dort haben wir fleißig Sandsäcke gefüllt, geschleppt und die Pumpen angeworfen.

Auch damals schon haben wir uns über Gaffer geärgert. Und es muss einfach mal gesagt werden: Sensationslüsterne Idioten, die Rettungskräfte behindern oder auch auf der Autobahn Staus verursachen, bloß weil sie sich in Ruhe einen Unfall ansehen wollen, sind einfach nur zum Kotzen.

Zurück zu unserem Nachrichtenservice: Dort findet man derzeit ein Video des Nachrichtensenders N24, in dem über die Lage in den Hochwassergebieten berichtet wird – und eben darüber, dass auch hier Gaffer die Rettungsarbeiten behindern.

Aber es wird auch ein interessanter Vorschlag gemacht. Denn was diese Gaffer oftmals nicht wissen: Die Hilfskräfte vor Ort dürfen sie als Retter zwangsverpflichten. Und das wäre in meinen Augen eine sehr wirksame Methode, sich die Gaffer zunutze zu machen. Denn offenbar wollen sie doch ganz nah am Geschehen sein. Und wo ist man näher dran als dort, wo man mit vollem Einsatz gegen die Fluten kämpft?


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Von Musikpiraterie, Konzertabbrüchen und YouTube-Videos

Die Musikindustrie und moderne Medien bzw. Kommunikationstechnologien scheinen seit einigen Jahren irgendwie auf Kriegsfuß zu stehen. So berichtete die Rheinische Post in ihrer gestrigen Ausgabe, dass der Pianist Krystian Zimmermann ein Konzert in Essen abbrach, da ein Zuhörer mit einem Smartphone das Konzert gefilmt hatte.

Ja, und jetzt überlege ich: Sollte man Krystian Zimmermann die Marketing-Banane verleihen? Dafür spricht, dass mit dem Smartphone gefilmte und bei YouTube veröffentlichte Videos meist von einer derart grottenschlechten Qualität sind, dass – egal, ob Klassik oder Metal, Punk oder Pop – diese Videos keinesfalls einen echten Wettbewerb für hochwertige Tonträger darstellen. Im Gegenteil: Diese Videos machen höchstens neugierig auf den Besuch der Konzerte oder den Erwerb hochwertiger Tonträger der betreffenden Künstler. Insogern hat Krystian Zimermann die Marketing-Banane verdient.

Banane 001Andererseits muss man ihm insofern Recht geben, als die Verbreitung von illegal kopierten Konzertmitschnitten, Filmen oder Musik natürlich eine Urheberrechtsverletzung darstellt und tatsächlich die Existenzgrundlage von Künstlern gefährden kann. Außerdem ist die Aktion ziemlich medienwirksam und somit auch geeignet, das Marketing von Krystian Zimmermann in eigener Sache zu beflügeln. Insofern hat er in Bezug auf das eigene Marketing eigentlich alles richtig gemacht und man müsste ihm somit die Marketing-Banane wieder aberkennen.

Ich zumindest habe gar nicht gewusst, dass es einen Pianisten namens Krystian Zimmermann gibt. Jetzt weiß ich es, was ja schließlich dafür spricht, dass der Mann in Bezug auf seine PR recht erfolgreich war. ;)

Ja, irgendwie kann man es der Musikindustrie wohl nicht Recht machen. Denn natürlich wird YouTube auch fleißig zur Promotion in eigener Sache genutzt. Die Rheinische Post nennt im gleichen Beitrag das Beispiel der Berliner Philharmoniker. Diese nutzen YouTube mit kostenlosen Konzertausschnitten als Werbeträger für einen eigenen kostenpflichtigen Internet-Videokanal. Dort können sich Klassikfans für ein monatliches Abonnement 40 Live-Konzerte pro Saisaon und weiteres Exklusivmaterial ansehen.

Ein weiterer Klassiker dafür, wie auch die Musikindustrie die kostenlose Verbreitung von Inhalten über YouTube nutzt zeigt das folgende Beispiel: Denn die einzelnen Verlage zeigen dort ihre Musikvideos. Das folgende Video soll beispielsweise das neue Album der Künstlerin Tarja werblich unterstützen.

Ja, böses und gutes Internet gehen offenbar Hand in Hand. ;)

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

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