Archive für April 2008

Happy Birthday - Das Internet wird 15

“Das Internet ist nur ein Hype. Eine Eintagsfliege, nichts von Bedeutung.” - Unseren Glückwunsch an Bill Gates für diese Fehleinschätzung. Und unsere herzlichen Glückwünsche an das Internet. Denn das Internet wird heute tatsächlich 15 Jahre alt.

Sicher, es hat Vorläufer gegeben, aber erst mit der Einführung des WWW wurde das Internet denn auch wirklich erfolgreich. Und über technische Haarspaltereien wie die Frage, ob das WWW nicht nur ein Teil des Internet sei diskutieren wir heute nicht.

Interessant dagegen, wie das Internet das Leben veränderte: Informationen, Firmenwebseiten, Shopping oder Online-Reisebüros, Blogs und Nachrichten, soziale Netzwerke - das Internet hat tatsächlich das Verhalten der Menschen massiv beeinflusst. Und persönliche oder Unternehmenskommunikation ist heute ohne E-Mail geradezu undenkbar.

Dank immer schnellerer Rechner und Datenverbindungen macht heute sogar Spaß, was sich in den Anfangstagen des Internet via mächtig rauschendem analogen Modem in quälend langen Minuten endlos aufbaute. So vergingen knapp 10 Jahre, bis das Internet zum Mitmach-Web mutierte und der Begriff Web 2.0 geprägt wurde.

Und so sind wir nun gespannt, was das Internet in Zukunft als Web 3.0 noch so alles für uns bereithält. Andererseits ist bereits der Begriff “Web 2.0″ eigentlich Blödsinn. Steht er doch lediglich für das Phänomen, dass in der Gesellschaft nun auch angekommen ist, was im Internet technisch möglich ist.

Die Kehrseite der Medaille sind sicherlich die vielen kriminellen Aktivitäten, die das Internet erst möglich machte. So sind tatsächlich 99% aller weltweit versandten E-Mails Spam - echter Datenmüll. Insofern ist das Internet tatsächlich der Spiegel der Gesellschaft: Man kann seriöse Geschäfte machen oder gnadelos beschissen werden - ganz so wie im richtigen Leben.

In diesem Sinne wünschen wir noch fröhliches Surfen. Auf die nächsten 15 Jahre!

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Spritpreis die Zweite

Irgendwie haben wir es ja immer schon gewusst: Unsere Politiker haben jeden Bezug zur Realität verloren. Also nicht, dass uns das jetzt überraschen würde. Aber da fordern die doch reihenweise, dass die Preistreiberei beim Sprit ein Ende haben muss.

Ja, das ist doch echter Populismus, oder? Böse Zungen behaupten ja, die Politiker hätten es selbst in der Hand: Schließlich sind zwei Drittel der Benzinpreise doch vom Staat gemacht. Aber Steuern senken? Das scheut der Staat wie der Teufel das Weihwasser. Schließlich war der Solidaritätszuschlag ja auch nur für ein Jahr gedacht. Und die Sektsteuer diente der Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte. Seitdem ist die deutsche Kriegsflotte schon zweimal untergegangen, was aber noch lange nicht bedeutet, dass dies auch mit der Steuer geschehen könnte.

Aber warum auch? Schließlich hängt da ja eine ganze Industrie daran. Man denke nur an all die Verlage, die vom deutschen Steuerwirrwarr leben. Denn 90% der weltweiten Steuerliteratur erscheint ja auf deutsch.

Toll auch, was Frau Merkel zum Thema Spritpreise anmerkte: “Bei den Energiekosten müssen wir jede Möglichkeit nutzen zu sparen”, wird sie zitiert. Die Verbraucher sollten Autos mit geringem Spritverbrauch kaufen. “Das ist gut fürs Klima - und fürs Portemonaie”.

Na sowas! Diese Aussage wird den normalverdienenden Familienvater sicherlich schwer beeindrucken. Hat er doch das Geld für ein nagelneues Auto sicherlich im Sparstrumpf - direkt neben dem Eingang zum Geldspeicher.

Hallo! Frau Merkel! Die Bürger können nicht mal eben zwischen Fahrbereitschaft und Flugbereitschaft wählen! Nix da mit: “Nehme ich heute den Audi, den BMW oder den Mercedes? Oder doch besser den Hubschrauber? Oder gleich den Airbus?” So ein Auto kauft man nicht mal eben wie ein Paar Socken.

Ja, diese Feststellung mutet irgendwie an wie die berühmte Aussage einer gewissen Marie Antoinette, der man den Spruch nachsagt, dass das Volk doch Kuchen essen solle, wenn es kein Brot habe. Nun gut, so weit sind wir ja in Deutschland zum Glück noch lange nicht. Aber vielleicht ist es ja für den ein oder anderen Politiker mal ein Anreiz, über den verzapften Schwachfug einmal genauer nachzudenken, wenn er sich vor Augen führt, dass es nach Madame Antoinettes Rendevous mit der Guillotine öfter mal in den Hals der netten Lady regnete.

Sicherlich wird auch manch mittelständischer Unternehmer von Frau Merkels Vorschlägen begeistert sein. Schließlich hat er kaum irgendwelche Belastungen, die er nur bedingt an seine Kunden weitergeben kann. Ja, da kauft sich ein neuer Fuhrpark doch nur so aus dem Handgelenk, oder? Zum Glück spielen dann noch zeitgleich die Banken wegen Basel II und der Finanzkrise verrückt. Da fallen hübsche neue umweltfreundliche Autos doch fast wie Manna vom Himmel, oder?

Immerhin, einen interessanten Finanzierungsansatz gibt es da: Man heirate eine Schönheitskönigin und lade den örtlichen Sparkassenchef zur Hochzeit ein. Hilfreich ist es, wenn die Schönheitskönigin sich zuvor von mittelmäßigen Musikproduzenten verprügeln ließe. Gerade zu ideal wäre es, wenn es schonmal Probleme mit der korrekten Anwendung der vier Fälle gäbe. Dann könnte die Kreditvergabe bei der örtlichen Sparkasse vielleicht etwas einfacher gestaltet werden - gegen den ein oder anderen Fernseher versteht sich. Ja, da werden Sie wirklich geholfen!

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Ölpreis, Pommes Frites und andere Preissteigerungen

Autofahrer empört: Benzin kostet jetzt schon fast 1,50 € - so steht es heute groß und breit auf der Titelseite der Rheinischen Post. Abgebildet sind dazu exemplarisch vier Verbraucher bzw. Verbraucherinnen, die von ihren Erfahrungen berichten.

Nun ja, zunächst einmal lässt sich feststellen, dass es sich von Seiten des Staates um eine beispiellose Abzocke handelt. Eine der oben genannten Verbraucherinnen empfiehlt in diesem Zusammenhang die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Dabei übersieht sie offensichtlich den perfiden Zusammenhang zwischen der Benzinpreisentwicklung und der Leistung öffentlicher Verkehrsmittel. Diese ist nämlich denkbar schlecht - selbst im Ballungsgebiet rund um Rhein und Ruhr, das immerhin die größte Metropolregion Deutschlands darstellt.

Aber wir denken, dass wir hier tatsächlich einen Zusammenhang herstellen können: Denn obwohl der Bedarf eigentlich da wäre, werden Taktfrequenzen öffentlicher Verkehrsmittel kontinuierlich ausgedünnt. Gleichzeitig halten diese zwischendurch an jeder Kuhtränke, so dass man zu Fuß fast noch schneller ist. Somit bleibt das Angebot eher theoretischer Natur, was unserer Ansicht nach gewollt ist, da niemand wirklich so viel Zeit hat - und das Auto nutzt.

Das wiederum beschert dem Staat entsprechende Einnahmen, da er an der Zapfsäule ordentlich abkassiert. Doch auch da gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten: Fährt man zum Beispiel durch unsere Heimatstadt Krefeld, so muss man fast an jeder Ampel anhalten. Es ist grundsätzlich rot - von einer “grünen Welle” scheint man in Krefeld noch nie gehört zu haben. Die offizielle Begründung lautet wie folgt: Man müsse den Verkehr zerhacken, damit es in der Innenstadt nicht zum Verkehrschaos kommt.

Interessante Theorie. Die Wahrheit ist doch: Durch ständiges Anfahren und sinnloses Warten an der Ampel wird mehr Benzin verbraucht, was sich wiederum in den Steuereinnahmen niederschlägt. Oder aber die Verkehrsteilnehmer nehmen es irgendwann völlig entnervt mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht mehr so genau, da man die “grüne Welle” in Krefeld wahlwise mit 25 km/h oder 90 km/h schafft - innerorts versteht sich.

Diesen Zusammenhang berücksichtigend, stehen dann häufig moderne Wegelagerer am Straßenrand, um ebenfalls noch einmal kräftig abzukassieren. Natürlich nur zu unserer Sicherheit. Und deshalb stehen die auch immer nur da, wo es völlig egal ist, wie schnell man fährt. Unfallbrennpunkte gehören jedenfalls nicht zu den klassischen Blitzerstrecken. Stattdessen werden fast autobahnähnlich ausgebaute Straßen auf 50 km/h reduziert. Denn das verleitet geradezu zum Überschreiten der Geschwindigkeit. Entsprechend oft blitzt es dann auch an solchen Strecken.

Derweil hält der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad den Ölpreis noch für zu niedrig. Nun ja, er sitzt ja auch an der Quelle. Und da er Öl als strategischen Rohstoff betrachtet, existieren Befürchtungen, er könne dem Westen im Zusammenhang mit dem Atomstreit den Ölhahn zudrehn. Andereseits sagt man Ahmadinedschad auch ein gestörtes Verhältnis zum Thema Körperhygiene nach. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang, dem werten Herren mit einem Vollbad zu drohen. Vielleicht bringt ihn das zum Umdenken.

Was gab es noch? Ach ja: Vor 25 Jahren präsentierte der “Stern” Tagebücher eines größenwahnsinnigen kleinwüchsigen Österreichers. Das endete mit der Blamage einzugestehen, dass man 9,34 Millionen Mark für Altpapier ausgegeben hatte. Da kann man mal sehen, wie hoch der Preis für altes Papier steigen kann.

Nicht ganz so viel müssen Belgier derzeit berappen - nein, nicht für Sprit! Für Pommes! Großalarm deshalb in unserem Nachbarland: Belgien droht die Frittenkrise. Denn auch in Belgien machen sich steigende Preise für Lebensmittel bemerkbar, so dass das Nationalgericht - die Pommes Frites - teurer geworden ist.

Das geht natürlich gar nicht und hat deshalb die große Politik auf den Plan gerufen. Belgiens Wirtschaftsminister Vincent van Quickenborne kündigte gar an, den korrekten Preis für eine Tüte Fritten prüfen zu lassen. Ja, kein Scherz: Die Belgier schicken nun scharenweise Beamte aus, um der Frittenpreistreiberei auf die Schliche zu kommen.

Fragt sich noch, wie die Belgier damit umgehen, dass ihr Nationalgericht in den USA “french fries” heißt. Die Briten zeigen sich da Belgien-freundlicher und nennen die Fritten “chips”, was in den USA nicht geht, da dort “chips” das gleiche sind wie unsere Chips, die in Großbritannien dafür “crisps” heißen. Dafür gibt es die “chips” in England auch schön halbdurch, mit fettigem Fisch und viel Essig und in Zeitungspapier gewickelt, da man offensichtlich erwartet, dass durch Abfärben der Druckerschwärze eine geschmackliche Aufwertung stattfindet. Oder aber es wird dem Kunden damit ein Mehrwert geboten und damit ebenfalls eine mögliche Preissteigerung begründet: Schließlich bekommen die Kunden nicht nur etwas zu essen, sondern auch etwas zu lesen.

Vielleicht sollte man beim Tanken also einen ähnlichen Mehrwert bieten: So könnte man ja für eine Tankfüllung zum Beispiel einen Politiker adoptieren. Denn von irgendwas müssen die ärmsten ja auch leben.

In diesem Sinne noch einen schönen Start ins Wochenende. Und wetten, dass heute “rein zufällig” der Sprit wieder teurer ist als gestern noch?

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Schönes Video: Zauberer und Polizist

Bei Ehrensenf sind wir heute auf das folgende Video aufmerksam geworden, bei dem in einem schön animierten Film dargestellt ist, wie ein Polizist und ein Zauberer ein wenig aneinandergeraten. Viel Spaß!

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