Die fiktive Produktmanagerin

Heute möchten wir Ihnen ein Blog vorstellen. Denn wir freuen uns immer, wenn wir auf gut gemachte Marketing-Kampagnen stoßen. Und das ist in dem folgenden Beispiel zweifellos der Fall.

Ein großes Problem heutiger Unternehmenskommunikation besteht darin, in der Fülle der Informationsflut nicht unterzugehen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom Problem des Information Overload.

Was aber ist zu tun, damit Unternehmen dennoch mit ihrer Botschaft durchdringen? Nun, Auffallen um jeden Preis kann es natürlich auch nicht sein. So hörten wir z.B. auf irgendeiner Business-Netzwerkveranstaltung einmal von der glorreichen Idee, statt Weihnachtskarten Osterkarten zu verschicken, da zu Weihnachten schließlich jeder Karten verschicke und das eigene Unternehmen deshalb mit seiner Kommunikation untergeht.

Nun ja, versenden wir also demnächst Karten zu Ostern, zum Beginn der Sommerferien, zu Pfingsten, zu St. Martin, zu Halloween usw. Damit fallen wir dann garantiert auf, notfalls eben unangenehm.

Zum Glück gibt es ja aber immer wieder auch richtig gut gemachte Kampagnen, die durch Witz und intelligent gemachte Botschaften auffallen. So sind wir heute über ein Blog gestolpert, das wir Ihnen einmal näher vorstellen möchten.

Ein Blog ist bekanntlich ein auf einer Webseite geführtes öffentliches Tagebuch oder Journal. Und das Blog, über das wir heute gestolpert sind, ist genau das: Ein Tagebuch einer fiktiven Produktmanagerin.

Klar, eigentlich bewirbt das Softwarehaus doubleSlash in diesem Unternehmens-Blog „nur“ seine Produkte. Aber das Unternehmen macht es auf eine spannende und originelle Art. Dabei sind die einzelnen Beiträge wirklich lesenswert.

Die fiktive Produktmanagerin Laura Slash wird dabei seit April 2007 vom ersten Tag in ihrer neuen Firma begleitet. In ihrem fiktiven Web-Tagebuch berichtet Laura dann von ihrem täglichen Kampf um Umsatz und Marktanteile, aber auch von Erfahrungen in ihrem Job, mit Kunden und Kollegen.

Laura ist bei einem großen mittelständischen Unternehmen als Produktmanagerin beschäftigt und damit zuständig für Kunden- und Produktmanagement ihrer fiktiven Firma. Dabei trifft sie natürlich auf jede Menge Problemstellungen. Selbstbewusst verkündet doubleSlash, dass die meisten dieser Probleme mit der eigenen Software gelöst werden können.

Damit das Ganze nicht doch noch zu einem großen virtuellen Produktkatalog verkommt, berichtet Laura auch mal über Nebensächlichkeiten und über ihre Kunden und Kollegen. So gibt es z.B. auch einen Bericht über ihre Erfahrungen auf dem Messestand ihres Unternehmens. Damit Lauras Tagebuch auch optisch nett daherkommt, gibt es zum jeweiligen Eintrag passende Bilder von Laura und ihren Kollegen.

Doch das Blog ist natürlich kein Selbstzweck mit reinem Unterhaltungscharakter. Denn schließlich handelt es sich bei den beworbenen Softwarelösungen um sehr erklärungsbedürftige Produkte. Die Idee, diese Produkte potentiellen Kunden durch die Beschreibung praxisrelevanter Problemstellungen im Berufsalltag der Zielgruppe im Wege einer Internet-Kampagne näherzubringen war es uns wert, Ihnen die virtuelle Produktmanagerin einmal näher vorzustellen.

Fazit: Eine wirklich toll gemachte und informative Kampagne, die sich angenehm vom Einheitsbrei der Unternehmenskommunikation abhebt. Wir wünschen an dieser Stelle deshalb viel Erfolg!

Webnews


One Reply to “Die fiktive Produktmanagerin”

  1. freut mich wenn der Blog gefällt.
    Von meinen Machern höre ich allerdings immer wieder, dass der Hauptnutzen darin besteht sich über dieses Rollenspiel in die Gedanken- und Sprachwelt eines Kunden versetzen zu können.

    Somit werden Alltagsprobleme nicht immer nur aus der Sicht Anbieter->Kunde sondern umgekehrt angesprochen. Sehr interessante Effekte entstehen dabei….

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