Archive für 10.12.2008

Lach mal wieder

Heute bei Ehrensenf entdeckt: Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und sehen Sie, wie ein freundlicher Parkhaus-Mitarbeiter die Welt ein klein wenig schöner macht. Viel Spaß!

Und ja, ganz nebenbei kann man auch noch ein wenig was für den Alltag mitnehmen. Es ist tatsächlich so: Der Ton macht die Musik. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erfolgreichen Arbeitstag.

Ja, das ist doch mal was anderes als die ewig schlechten Nachrichten, oder?

Webnews


Großartig

Heute erhielten wir über einen Kollegen eine jener E-Mails, in denen fleißige und meist leider unbekannte Autoren aktuelle Geschehnisse ironisch kommentieren. Na ja, wir haben jedenfalls herzhaft gelacht und möchten Ihnen den Inhalt dieser E-Mail nicht vorenthalten:

Großartig!!!

So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein …

Mandy besitzt eine Bar in Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandys Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandys Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.

Zur Refinanzierung transformieren top-ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per E-Mail abgesichert.

Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in
Mandys Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.

Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandys Kunden langsam fällig zu stellen. Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.

Mandy geht in Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.

Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen in Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.

In diesem Sinne : Prost!

Disclaimer: Dies ist ein völlig aus der Luft gegriffenes Beispiel zu Schulungszwecken. Ähnlichkeiten mit eventuell wahren Gegebenheiten oder Personen sind zufällig und keineswegs beabsichtigt.

Übrigens: Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen, aber einige der den Banken nun um die Ohren geflogenen Finanzprodukte sind fast so gaga wie die oft behauptete Existenz der von uns in unserem Magazin beschriebenen High Yield Investment Programs!

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