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Archive für Dezember 2008
Rasieren Sie Ihren Yeti
11.12.2008 von Jörg Haupt.
Ehrensenf sei Dank müssen wir nicht selber suchen, um das ein oder andere Thema für unser Blog zu finden. Womit zunächst einmal bewiesen wäre, dass man auch das Surfen im Internet organisatorisch optimieren kann.
Wie auch immer, wir konnten uns in einer Arbeitspause heute nicht verkneifen, mal kurz auf dem wohl beliebtesten deutschen Videoblog vorbeizusurfen. Unter anderem wird in der heutigen Ausgabe eine Webseite vorgestellt, auf der Sie einen Yeti rasieren können.
Was zunächst klingt wie eine weitere Webseite zur Überbrückung eintöniger Aufgaben des Arbeitsalltags ist jedoch keine völlig sinnfreie Aktion. Vielmehr spekuliert der Initiator der Webseite, das Unternehmen Polartec auf den Spieltrieb der Internet-User und die Dynamik des Web 2.0 bei der Verbreitung seiner Werbebotschaften.
Warum das so ist? Nun, ganz einfach: Nachdem der Yeti rasiert wurde, muss er frieren. Es sei denn, man kleidet ihn neu ein. Natürlich mit Klamotten des werbenden Unternehmens.
Abgesehen also von der Möglichkeit, die Zeit ein wenig totzuschlagen ist die Yeti-Rasiererei also ein gutes Beispiel für virales Marketing.
Geschrieben in Marketing, Internet | Drucken | Keine Kommentare »
Lach mal wieder
10.12.2008 von Jörg Haupt.
Heute bei Ehrensenf entdeckt: Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und sehen Sie, wie ein freundlicher Parkhaus-Mitarbeiter die Welt ein klein wenig schöner macht. Viel Spaß!
Und ja, ganz nebenbei kann man auch noch ein wenig was für den Alltag mitnehmen. Es ist tatsächlich so: Der Ton macht die Musik. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erfolgreichen Arbeitstag.
Ja, das ist doch mal was anderes als die ewig schlechten Nachrichten, oder?
Geschrieben in Neues aus dem Web 2.0 | Drucken | Keine Kommentare »
Großartig
10.12.2008 von Jörg Haupt.
Heute erhielten wir über einen Kollegen eine jener E-Mails, in denen fleißige und meist leider unbekannte Autoren aktuelle Geschehnisse ironisch kommentieren. Na ja, wir haben jedenfalls herzhaft gelacht und möchten Ihnen den Inhalt dieser E-Mail nicht vorenthalten:
Großartig!!!
So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein …
Mandy besitzt eine Bar in Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandys Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz.
Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandys Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.
Zur Refinanzierung transformieren top-ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per E-Mail abgesichert.
Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in
Mandys Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.
Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandys Kunden langsam fällig zu stellen. Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.
Mandy geht in Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.
Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen in Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.
In diesem Sinne : Prost!
Disclaimer: Dies ist ein völlig aus der Luft gegriffenes Beispiel zu Schulungszwecken. Ähnlichkeiten mit eventuell wahren Gegebenheiten oder Personen sind zufällig und keineswegs beabsichtigt.
Übrigens: Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen, aber einige der den Banken nun um die Ohren geflogenen Finanzprodukte sind fast so gaga wie die oft behauptete Existenz der von uns in unserem Magazin beschriebenen High Yield Investment Programs!
Geschrieben in Strategie, Aus den Nachrichten | Drucken | Keine Kommentare »
HotForWords - na klar, hier geht’s um Philologie
4.12.2008 von Jörg Haupt.
Zum Thema der kostenlosen Vermarktung eigener Videos haben wir ja bereits einige Artikel und Blog-Beiträge geschrieben. Auch weitere Variationen des kostenlosen Marketing sind Thema unseres Magazins.
Wie man das Thema richtig angeht, zeigt uns HotForWords. Gleichzeitig bestätigt sich hier eine altbekannte Werbe- und Marketing-Weisheit: Sex sells!
So, und worum geht es? Also, Marina ist eine 27-jährige Philologin aus Russland. Das behauptet zumindest ihre Webseite. Und nett, wie wir nunmal sind, wollen wir das an dieser Stelle auch mal glauben. Ganz nebenbei ist Marina - na ja, sagen wir mal: Nicht ganz unansehnlich.
Unsere hübsche Philologin betreibt also eine Webseite, von der sie offensichtlich sogar ganz gut leben kann. Wer jetzt nicht nur Augen für Marina hat, der sieht, dass dort z.B. ebenso wie auf unseren eigenen Webseiten das Social Bookmarking für das eigene Marketing genutzt wird.
Wichtigstes Marketing-Instrument ist jedoch Marinas eigener YouTube-Channel. Hier veröffentlicht sie seit Mitte 2007 Videos, in denen sie die Herkunft von Worten erklärt. Dies tut Sie in der von einer studierten Philologin zu erwartenden dezenten Kleidung und mit einem niedlichen osteuropäischen Akzent. So spricht sie eine vermutlich überwiegend männliche Zielgruppe auf höchst intellektueller Ebene an. Die einzelnen Videos hat Sie wiederum in ihre Webseite eingebunden.
Marinas YouTube-Channel ist dabei sehr erfolgreich: 151.450 Abonnenten und 8.197.173 Kanalaufrufe (Stand heute) sprechen eine deutliche Sprache. Ihre Videos wurden - so behauptet zumindest ihre Webseite - 139.033.937 Mal aufgerufen.
Gut, wir wollen diese Mediadaten an dieser Stelle einmal ungeprüft glauben. Zum Geschäftsmodell wird das Ganze durch das Google-Adwords-Partnerprogramm, einen Online-Shop oder die Möglichkeit, in den Videos verwendete Musik wiederum über Partnerprogramme auf den einschlägigen Portalen zu erwerben. Da Marina mittlerweile auch diverse TV-Auftritte hatte liegt die Vermutung nahe, dass auch Honorare dazu kommen.
So, und zum besseren Verständnis haben wir Ihnen hier gleich noch ein Beispielvideo eingefügt. Viel Spaß also dabei. Doch vorher gestatten Sie uns noch einen Hinweis zum Thema Marketing und Geschäftsmodelle: Achten Sie einmal darauf, wie dezent Marina für ihren Philologinnenkalender wirbt.
Ja, hier kann man richtig was lernen, oder?
Geschrieben in Marketing, Neues aus dem Web 2.0 | Drucken | Keine Kommentare »