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Archive für Januar 2009
MfG jhmc
30.1.2009 von Jörg Haupt.
MfG, lol, *gg* - Mobilfunk, Chat und Internetforen haben eine völlig neue Abkürzungskultur geschaffen. Selbst in geschäftlichen E-Mails liest man oft das in richtigen Briefen noch undenkbare “MfG”, das einem offenbart, dass man seinem Gegenüber offensichtlich nicht einmal wert ist, dass er die freundlichen Grüße ausschreibt. Aber darüber haben wir uns ja auch schon einmal an anderer Stelle ausgelassen.
Wie auch immer, bei vielen Jugendlichen sollen diese Abkürzungen tatsächlich bereits in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sein. So soll es tatsächlich Leute geben, die lustige Begebenheiten mit “lol” kommentieren, was übrigens für “laughing out loud”, also lautes Lachen steht.
Gut, wir müssen zugeben, auch uns gehen manchmal Abkürzungen etwas leicht von den Lippen. Neulich zum Beispiel sagten wir einem Interessenten für eines der durch uns betreuten zum Verkauf stehenden Unternehmen, wir würden ihm ein NDA zuschicken. Seine Antwort: “Ein was?” - Ja, dabei wollen wir doch Fachchinesisch und Abkürzungen möglichst vermeiden.
Ein NDA ist ein Non Disclosure Agreement. Toll, dieses Denglisch, oder? Gut, dass die deutsche Sprache auch noch Worte wie “Verschwiegenheitserklärung” kennt. Sonst müssten wir ja eigens Begriffe wie “Non Disclosure Agreement” aus dem Englischen eindeutschen - und sie dann mit “NDA” abkürzen.
Neulich haben wir übrigens ein nettes Video gefunden, das sich mit dem Smiley- und Abkürzungswahn in elektronischen Medien und deren Übernahme in die Alltagssprache herrlich ironisch auseinandersetzt. Viel Spaß damit.
Übrigens: Mehr von diesem jungen ambitionierten Künstler finden Sie hier. In diesem Sinne ein schönes Wochenende.
MfG jhmc
Geschrieben in Musik, Neues aus dem Web 2.0 | Drucken | Keine Kommentare »
Slogan
13.1.2009 von Jörg Haupt.
Neulich haben wir mal wieder in einem der beliebtesten Videoblogs gestöbert. HotForWords erklärte das Wort “Slogan”.
Ein Slogan ist den meisten unserer Leser wohl aus der Werbung bekannt. Klar, werden Sie jetzt sagen, denn “ich bin ja nicht blöd!” Ein Slogan fasst eine Werbebotschaft in kurzer Form zusammen und ist eine Grundlage für die Werbeerinnerung. Vor diesem Hintergrund sollte er unverändert und langfristig zum Einsatz kommen. Meist wird er zudem in Verbindung mit dem Logo des werbenden Unternehmens platziert.
Ganz ohne Slogan kommen dagegen die Spammer aus, die uns die nun folgende Müll-Mail geschickt haben und die wir heute kurz vor Löschung zwecks Veröffentlichung in diesem Blog aus dem virtuellen Mülleimer fischten. Dabei haben wir doch den fleißigen Spammern bereits an anderer Stelle gewünscht, niemals ein funktionierendes Übersetzungsprogramm zu benutzen, damit wir weiterhin solch göttliche E-Mails bekommen. Aber lesen Sie selbst:
“Sehr geehrte Damen und Herren
Wünschen Ihnen viel Spaß ein großer Tag! Ich möchte zur Einführung ourselves.We sind ein von Chinas großen Großhändler in Zhengzhou, China.I verwiesen wurde, dass Sie leben ein sehr Lebensqualität von Ihrem Freund, der hat bereits unsere customers.So würden wir gern wissen, ob Sie daran interessiert sind, zur Marke elektronische Produkte.
Als Großhändler aufrichtig, aufrichtig, die wir gerne vorstellen und zeigen, unsere elektronischen Produkte in hoher Qualität und niedrigen Preis über unsere Webseite: (Hier haben wir uns erlaubt, Ihnen seriöse Angebote einzubinden, die Sie übrigens auch hier finden.)
Hoffen, Ihre frühzeitige Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Sara
Taibo Export Trade Co., Ltd”
Na, das war doch mal wieder eine tolle Spam-Botschaft, oder? Und für unsere fleißigen Spammer haben wir sogar auch schon einen Slogan parat: “Wir können alles außer Hochdeutsch.” Gut, das behaupten die Einwohner Baden-Württembergs auch von sich. Aber so kleinlich wollen wir ja nicht sein.
Also liebe Spammer, gebt Euch endlich mal ein klein wenig mehr Mühe! Sagt Euch: “Yes, we can!”. Schreibt nicht immer so einen Mist, sondern haltet Euch an “Fakten, Fakten, Fakten”, weil “einfach einfach einfach ist”. Dann fallen vielleicht auch mehr Menschen auf Euch rein und Ihr könnt Euch bald den “guten Stern auf allen Straßen” oder echte “Freude am Fahren” gönnen.
Und nun viel Spaß mit Marina von HotForWords, die uns kurz noch erklärt, woher das Wort Slogan eigentlich kommt.
So, nun haben wir heute aber richtig was gelernt, oder?
Geschrieben in Kommunikationspolitik, Marketing, Spam und Konsorten | Drucken | Keine Kommentare »
Es gibt ihn noch
9.1.2009 von Jörg Haupt.
Es gibt ihn noch. Tatsächlich! Lange hatten wir nichts mehr von ihm gehört. Doch heute hatten wir eine Werbebroschüre im Briefkasten: Der Prickings-Hof wirbt für die Mutter aller Kaffeefahrten.
Nun mag man von dieser Art der Ausflugsgestaltung halten was man will. Eines muss man jedoch anerkennen: Die Eigentümer haben es geschafft, aus einem ganz normalen Bauernhof im Laufe der Jahre eine funktionierende Freizeitattraktion zu machen.
Dabei hat man alle Attraktionen rund um das Kernthema Landwirtschaft positioniert. Die strategische Ausgangslage war ein Bauernhof, wie es ihn zu tausenden gibt. Geschickt wurden nun einzelne Bereiche der Wertschöpfungskette vermarktet. Denn wenn man eh Land und Landwirtschaft besitzt, dann liegt es nahe, diese zu eigenen Umsatzträgern zu entwickeln.
Und so präsentiert sich heute eine funktionierende Landwirtschaft mit Besichtigungscharakter, z.B. durch eine nach eigenen Angaben größte bäuerliche Tierschau Europas, ein Traktoren- und Landmaschinenmuseum, ein Cadillac-Museum, eine Champignonzucht, eine Biogasanlage zur hofeigenen Strom- und Wärmegewinnung sowie eine Kaltblutpferdezucht. Dies alles ist touristisch bestens erschlossen, denn es lässt sich wetterunabhängig in einem ca. 1 km langen vollklimatisierten Besucherrundgang besichtigen.
Darüber hinaus gibt es einen Rhododendron- und Rosenpark, diverse Denkmäler, eine Kinderspielwiese mit Streichelzoo, ein Freiwildgehege und ein Indoor-Kinderparadies.
Die oben beschriebenen Attraktionen sind gegen Eintrittsgelder zu besichtigen. Abgerundet wird das Ganze durch Fleischerei, Bäckerei und Gastronomie. So kann man die eigenen Erzeugnisse ganz ohne den üblicherweise zwischengeschalteten Handel direkt an die scharenweise von kooperierenden Reisebusunternehmen herangekarrten Besucher verkaufen.
Glücklicherweise liegt Haltern, der Standort des Prickings-Hofs nicht allzuweit weg vom Ruhrgebiet. So liegt die Anfahrt für eine typische Kaffefahrt oder den Familienausflug in einem verträglichen Zeitrahmen. Man liegt ländlich, aber nah genug an einem Ballungsgebiet mit einer hinreichend großen Zielgruppe. Um diese bei Laune zu halten und den Getränkeabsatz zu steigern gibt es noch ein kostenloses Unterhaltungsprogramm im Festzeltstil.
So, und dieses touristische Highlight hatten wir heute also in Form einer Werbebroschüre im Briefkasten. Im Fahrtpreis der - natürlich - Busreise ist dann noch ein Riesenschlemmerpaket inklusive. Gleichzeitig erhält jeder Fahrgast einen Gutschein zum ermäßigten Eintritt in unser landwirtschaftliches Abenteuerland.
Warum wir Ihnen den Prickings-Hof vorstellen? Ganz einfach: Das Konzept belegt eindrucksvoll, dass man aus einem ganz alltäglichen Gewerbe mit Fleiß und Phantasie etwas Besonderes machen kann. Die Mutter aller Kaffeefahrten auf den Prickings-Hof ist somit ein Lehrstück zum Thema strategisches Management und Marketing.
Übrigens: Wer sich für Haltern interessiert, findet dort auch echte Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Schlösser Nordkirchen und Sythen, das Schiffshebewerk Henrichenburg oder diverse schöne alte Gebäude in Haltern selber.
Geschrieben in Strategie, Klassiker, Marketing | Drucken | Keine Kommentare »
Winter
7.1.2009 von Jörg Haupt.
Seit Montag wird wieder überall gearbeitet, nachdem vielfach Kunden und Netzwerkpartner in den Weihnachts- bzw. Winterurlaub entfleucht waren. Pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche hat uns dann der Winter eingeholt und wartet mit Kälte-Rekorden auf. So wurden z.B. in Göttingen -22 Grad gemessen, im brandenburgischen Kirchhain gar -24 Grad. Wir hoffen also, dass Ihr Auto winterfest ist. Wem es zu kalt ist und noch Urlaubstage aus dem alten Jahr verbrauchen muss, der sollte überlegen, in sonnigere Gefilde zu entfleuchen.
Die Meteorologen beeilen sich indes, auch dem letzten Schwarzmaler klarzumachen, dass die derzeitigen Temperaturen keine Folge des Klimawandels sind. Vielmehr haben wir halt einfach nur einmal wieder einen richtigen Winter.
Damit Sie sehen, was Sie in den nächsten Tagen erwartet, haben wir Ihnen hier eine kleine Wettersuchmaschine eingebaut.
Eine solche Wettersuchmaschine ist übrigens ein interessantes Marketing-Tool: Tausende dankbarer Webseiten-Betreiber werden sie in ihre Webseiten einbauen und damit kostenlos für die dahinter stehende Wetter-Webseite eines bekanten deutschen Medien-Unternehmens werben.
So, und nun fahren Sie bitte weiterhin vorsichtig und kommen Sie gut durch die restliche Woche.
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