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Archive für Juli 2009
Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung
28.7.2009 von Jörg Haupt.
So, Frank-Walter Steinmeier ist stinksauer auf Ulla Schmidt. Leistet sie sich doch pünktlich zum Wahlkampf eine Affäre um ihren plötzlich abhanden gekommenen Dienstwagen.
Derweil nehmen die Autovermietungen das Thema dankbar auf. Allen voran der Anbieter Sixt, der mit der folgenden Anzeige ins Rennen geht.
Göttlich, oder? Wieder einmal zeigt sich, dass die Politik doch immer für die ein oder andere Steilvorlage gut ist.
>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter
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United Breaks Guitars - Beschwerdemanagement 2.0
27.7.2009 von Jörg Haupt.
Im Geschäftsleben kann immer auch mal etwas schief gehen. Das ist an und für sich vielleicht manchmal etwas ärgerlich, grundsätzlich jedoch zu verkraften. Denn wo Menschen arbeiten, da werden zwangsläufig auch manchmal Fehler gemacht.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, solche Fehler kulant und großzügig im Sinne des Kunden zu beheben. Denn (fast) jeder hat sicherlich Verständnis dafür, dass auch ab und an eben einmal nicht alles glatt läuft. Niemand jedoch hat Verständnis, wenn ein Unternehmen bei einem Garantiefall nicht einteten will oder sich auf “Dienst nach Vorschrift” zurückzieht.
In unseren Augen ist dies sehr kontraproduktiv für ein Unternehmen, denn hier werden zwar vordergründig einige Kosten gespart. Der Imageschaden ist jedoch umso größer. Zudem konterkarriert ein solches Verhalten sämtliche Anstrengungen eines Unternehmens, ein positives Image aufzubauen und potentielle Kunden zum Kauf seiner Produkte oder Dienstleistungen zu bewegen.
Jeder Kunde wird begeistert berichten, dass zwar zunächst etwas schiefgelaufen ist, man sich daraufhin jedoch ein Bein ausgerissen hat, um ihn dennoch zufrieden zu stellen. Ganz anders verhält es sich aber, wenn ein Unternehmen ein Problem verursacht, dann jedoch nicht dafür einstehen möchte.
In einem solchen Fall hat ein Kunde mehrere Möglichkeiten. Unter anderem kann er seinen Anwalt bemühen und vor Gericht ziehen. Oder aber er nutzt die Tatsache, dass das moderne Mitmach-Internet ihm eine enorme Reichweite verschafft. Wenn der entsprechende Kunde des Unternehmens dann auch noch selber eine Leistung anbietet, nutzt er die Möglichkeiten der modernen Web 2.0 Kommunikation gleich doppelt.
Wie das geht macht uns der Country-Musiker Dave Carroll vor: Auf einem Flug mit United Airlines wurde seine Gitarre beschädigt. Doch anstatt für den Schaden aufzukommen, stellte United Airlines sich quer. Dave Carroll wehrte sich auf seine ganz eigene Art: Er schrieb einen Song und berichtete über den Vorfall in seinem Blog. Zum Song produzierte er ein lustiges Video, dass er bei YouTube einstellte.
Dave Carroll hat so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Denn natürlich hat United Airlines ihm daraufhin den Schaden ersetzt. Aber er konnte durch die Aktion auch seinen Bekanntheitsgrad steigern. In diesem Sinne viel Spaß mit dem Video.
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Die Spammer und die Domain im Nirgendwo
22.7.2009 von Jörg Haupt.
Liebe Leser,
neulich erhielten wir folgende E-Mail aus der Feder eines fleißigen Spammers, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
“Dear jhmc
We are a domain name registration center in Hong Kong, mainly dealing with domain name registration and internet intellectual property rights protection. On July 19,2009 we received a formal application from a company who is applying to register several domains, using “jhmc” as the internet keyword. After investigation, we find that you are the original user of the keyword. Such similar domain cases may involve your trademark and company name and may cause website confusion and conflicts. For a responsible attitude, we inform you here and ask for your opinion. If you don’t mind, we will finish registration for the third company.
Regards,
Michael hexel
Tel: +852 31757930(ext.8015)
Fax: +852 31757932
Email: michael.hexel@hk-nsc.hk
Website: www.hknsc.hk”
Toll, oder? Schon alleine diese sagenhafte Anrede: “Dear jhmc”! Da hat sich ja jemand unfassbar viel Mühe gegeben. Oder sein sagenhaftes Programm, das doch tatsächlich in der Lage ist, eine Domain zu erkennen, wenn es denn eine sieht. Wie auch immer. Ob diese Hirntoten auch diverse Suchmaschinen oder große Portale angeschrieben haben? Stellen wir uns also diese E-Mails vor: “Dear google” oder “Dear ebay”. Ja, das ist mal eine echt individuelle Ansprache.
So, und was machen Sie nun, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten? Ganz einfach: Nichts. Na ja, außer, die E-Mail fachgerecht zu entsorgen natürlich.
Gut, zugegeben, das klingt erstmal gar nicht so unseriös. Doch eine kurze Recherche ergab schnell: Diese E-Mail taucht derzeit massenhaft auf. Und da liegt der Verdacht nahe, dass einem in diesem Fall eine völlig nutzlose Leistung verkauft werden soll.
Geben Sie doch einfach einmal die angegebene Domain oben als Suchbegriff bei diversen Suchmaschinen ein. Die gelisteten Treffer berichten übereinstimmend von Spam und Betrug. Und deshalb haben wir uns auch den Spaß gegönnt, die angebliche E-Mail-Adresse der netten Spammer hier zu veröffentlichen. Denn mit ein wenig Glück werden sie nun im Gegenzug ebenfalls zugespammt. Denn immerhin erkennen die Programme der Spammer schließlich auf Webseiten veröffentlichte E-Mail-Adressen. Viel Spaß also demnächst beim Lesen der vielen Viagra- oder Falsche-Uhren-Spam-Mails, liebe Spammer.
Übrigens: Natürlich können Sie im Internet auch ernsthaft Domains recherchieren. Und auch wenn Ihre Wunschdomain vergeben ist, muss das nicht immer ein Problem sein.
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Montag Morgen
6.7.2009 von Jörg Haupt.
Gut, zugegeben, wir kommen erst am Montag Abend dazu, diesen Artikel zu schreiben. Doch das Szenario ist ein echter Klassiker: Man hat das Wochenende richtig gut verbracht, hat vielleicht einen schönen Ausflug gemacht oder mit guten Freunden gefeiert. Und dann das!
Montag morgen, der Wecker klingelt und die Woche nimmt kein Ende. Ja, der Beruf und der Alltag haben uns wieder. Gut, wenn man dann nicht so übel gelaunt ist wie der Zeitgenosse in dem folgenden Video. Immerhin, ein toll gemachter Animationsfilm, mit dem sich ein Team unabhängiger Animationskünstler vorstellt und gleichzeitig eine eindrucksvolle Referenz abliefert.
Auch haben wir hier ein weiteres, hervorragendes Beispiel dafür, wie man das Web 2.0 geschickt für das eigene Marketing nutzen kann.
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