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Archive für Juni 2010
Beschaftigungsmoglichkeit - Wenn Spammer keine Umlaute kennen.
29.6.2010 von Jörg Haupt.
Liebe Leser,
es ist schon wirklich merkwürdig, was so alles per E-Mail unsere virtuelle Mülltonne erreicht. Heute z.B. fanden wir folgende hochseriöse “Stellenanzeige”. Und in der Tat: Unsere fleißigen Spammer kennen keine Umlaute. Da wird aus der “Beschäftigungsmöglichkeit” dann eben eine “Beschaftigungsmoglichkeit”. Der fleißige Spammer nennt sich Cristobal Stafford und bittet darum, unsere Daten an eine Google-Mail Adresse zu schicken. Unsere Daten behauptet er, in “der Datenbank fur Arbeitssuchende” gefunden zu haben.
Na, das muss ja eine Hammer-Datenbank sein, wenn sie schon eine individuelle Anrede wie “Guten Tag” erlaubt. Wir sind auf jeden Fall wieder einmal schwer begeistert über den Schwachfug, den merkwürdige Leute so durch die Weiten des Internet schicken.
Aber wir möchten Ihnen natürlich auch diese sensationelle Stellenausschreibung nicht vorenthalten:
Guten Tag!
Sie haben schon immer von einem Job von Zuhause aus getraumt? Sie sind organisiert und sind in der Lage selbststandig zu arbeiten?
Ein internationales Unternehmen, das mit Versand und Poststeuerung in Europa betraut ist, sucht im Moment Verstarkung fur die Postbotenabteilung. Bei dem Unternehmen werden nicht nur technische Innovationen sondern auch moderne Leitungs- und Lagerhaltungsprinzipien angewendet. Demzufolge werden zum Teil die Prinzipien der Fremdvergabe und externen Arbeitsweise benutzt. In Deutschland werden auch einige Verstarkungskrafte fur die externe Arbeit gesucht.
Hauptbesonderheiten: Annahme, Verpacken, Einordnen und Briefen und Paketen bei der Post und Berichterstattung per Weboberflache unseres Unternehmens. Das ist eine Tatigkeit mit stabilem Einkommen und flexiblen Arbeitszeiten, die keine Erfahrung in Logistik benotigt. Alles was Sie brauchen sind mittlere Englisch Kenntnisse, einen Internetanschluss und die Fahigkeit mit Briefen und leichten Paketen (bis 10 kg) umzugehen. Ihre Erfolgsgarantie ist Ihr Flei? und gutes Management. Die Kundschaft des Unternehmens besteht hauptsachlich aus Geschaftsleuten und Unternehmen, die gro?en Wert auf Zuverlassigkeit und erstklassigen Service legen.
Der Monatslohn betragt 1200 Euro.
Wenn Sie sich fur diese Stelle interessieren, bitte E-Mail an wirnennenjakeinenamen@wirnennenjakeinenamen.com Ihre Daten haben wir in der Datenbank fur Arbeitssuchende gefunden. Wir hoffen sehr, dass Sie unser Angebot interessant finden. Falls Sie keine Arbeitsangebote mehr bekommen wollen, beantworten Sie diesen Brief mit “meinen Namen bitte aus der Datenbank loschen”
Ja, in der Tat! Von so einem Hammer-Job haben wir immer getraumt. Und deshalb haben wir uns erst einmal ein Bier geoffnet und es genusslich ausgetrunken. Dann haben wir uberlegt, dass wir den obigen Text etwas unubersichtlich finden, was uns aber uberhaupt nicht stort, weil wir solchen bloden Spam ja ohnehin immer loschen.
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Endspurt
29.6.2010 von Jörg Haupt.
So, der Juni nähert sich seinem Ende, das halbe Jahr ist also langsam rum. Nach dem wohlverdienten Wochenende mit spannendem Fußballkrimi gegen England ging es Montag morgen wieder direkt richtig zur Sache. Na ja, immerhin ist der Businessplan für LeZaar nun endlich fertiggestellt.
Parallel bearbeiten wir gerade ein Projekt für einen Motorradhändler. Dort geht es um die Themen Marketing und Organisation. Auch hier werden voraussichtlich demnächst verstärkt virale Instrumente eingesetzt. Dies haben wir zuletzt ja bereits erfolgreich in gleich mehreren Projekten umgesetzt. In Kürze folgen überdies noch einige Workshops bzw. Coachings zum Thema viraler Markenaufbau.
Endspurt also gleich auf mehreren Baustellen. Und das ist gut so, denn ab Donnerstag folgt ein Projekt ebenfalls zum Thema Marketing und Organisation für ein Großhandelsunternehmen. Ganz nebenbei kümmern wir uns noch um die Koordination mehrerer Internet-Auftritte. Und ja, auch einige Käufer für das ein oder andere Unternehmen suchen wir ebenfalls noch. Es wird jedenfalls nicht langweilig.
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Was für ein Tag!
23.6.2010 von Jörg Haupt.
Was für ein Tag! Als das heutige Spiel von Deutschland gegen Ghana angepfiffen wurde war für uns gerade erst Feierabend. Denn da kamen wir aus dem Büro eines Mandanten, den wir hinsichtlich der Beratungsfelder Strategie, Marketing und Organisation betreuen. Immerhin: Der Kunde sitzt in Essen und wir haben weder die A 40 noch die A 57 jemals so leer erlebt. Na ja, ein klassisches Schicksal im Projektgeschäft.
Der Magen hing am Boden - also schnell noch bei einem der bekannten Schnellrestaurants mit dem großen gelben M im Logo vorbei. So leer habe ich es dort auch noch nie erlebt. Pünktlich zur zweiten Halbzeit war ich dann zurück. Glück gehabt, es hat für das Achtelfinale gereicht. Nun ist draußen ein Krach, als hätte Deutschland bereits das Finale gewonnen. Da kann der Sprit noch so teuer sein: Nach solch einem Spiel fühlen sich etliche Mitbürger berufen, hupend durch die Stadt zu fahren. Immerhin: Das zur Schau gestellte geradezu südländische Temperament passt zum heutigen Wetter.
Schnell noch die E-Mails abgerufen: Im Spam-Fach befindet sich eine lustige E-Mail die behauptet, von Paypal zu sein. Sehr individuell in der Ansprache schreibt man uns:
“Lieber Kontoinhaber,
Ihr Konto wurde vorübergehend gewesen.
Zum Entfernen der Beschränkung klicken Sie bitte hier.
Thank You”
Wow! Das ist ja wirklich gaga! Solch eine zweisprachige Mail we believe sofort. Das ist so beautyful and vollkommen seriös, isn’t it? Also wirklich: Sollte da noch jemand drauf reinfallen, dann verdient er es auch nicht besser. Und jetzt gönnen wir uns den wohlverdienten Feierabend.
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Pech für Natasha Raspytinka
22.6.2010 von Jörg Haupt.
Wieder einmal haben wir - was durchaus oft vorkommt - einen neuen Benutzer für unser jhmc Magazin zu verzeichnen. Das merken wir daran, dass wir eine E-Mail bekommen, die uns die Registrierung eines neuen Benutzers anzeigt.
Nun gut, wie berichtet geschieht dies sowohl für unser Magazin als auch für dieses Blog hier öfter. Und das finden wir auch ganz gut so, denn wir wollen ja auch, das andere Internetnutzer unsere Veröffentlichungen lesen. Doch wenn sich wie heute ein Nutzer mit dem Namen “NikkyRuNg” und einer E-Mail-Adresse wie “natasharaspytinka”, ergänzt um @gmail.com anmeldet, dann wissen wir doch sofort Bescheid. Denn da hofft jemand, mit Kommentarspam und zweifelhaften Links unsere Blogs zu verunstalten.
Liebe Spammer! Haltet Ihr uns denn wirklich für so blöd? Um hier schreiben zu können muss man nicht nur als User registriert sein. Nein, man muss sogar darauf warten, dass wir die Beiträge freischalten. Denn weder wir, noch unsere Leser werden sich für Viagra, falsche Uhren, wichtige Aktientipps oder andere halbgare Angebote interessieren.
Ganz ehrlich? Euer verzweifelter Versuch ist genau so dämlich wie die Gaga-E-Mail, die wir heute im Spam-Filter hatten. Darin behauptete ein Spammer, die E-Mail käme von Paypal. Und da wir ja in Deutschland sind, lautete die individuelle Anrede: “Dear Costumer!” Also wirklich, liebe Spammer: Are you completely nuts? Gibt es wirklich noch irgendjemanden in dieser Galaxis, der auf solchen Schwachfug reinfällt?
Es ist wirklich ein Hammer: Da kommen E-Mails mit der Endung @irgendwas.ru oder @schwachfug.cn - klar, es ist ja auch ganz wahrscheinlich, dass uns plötzlich jemand ganz vertraulich aus Russland oder China schreibt. Göttlich. Eine einzige Parade völlig hirntoter Witzfiguren.
So wie z.B. der freundliche Herr neulich, der behauptete, Banker aus Spanien zu sein. Nun hätte er ein Konto mit wir-wissen-nicht-mehr-wievielen Millionen Euro entdeckt, dessen verstorbener Eigentümer zufällig den gleichen Nachnamen hätte. Nun sollten wir uns doch bitte als letzter lebender Verwandter ausgeben und uns die Millionen mit dem freundlichen Spammer teilen. Um die E-Mail besonders glaubwürdig zu gestalten wurde unser zufällig gleichlautender Name jedoch nirgends aufgegriffen. Immerhin: Das war mal eine neue Variante des als Nigeria Connection bekannten Betrugsszenarios.
Pech also für Natasha Raspytinka und den freundlichen spanischen Spammer: Sie alle landen auf unserer virtuellen Müllkippe. Glück für uns: Solange es solchen Spam gibt, gehen uns die Ideen für unsere Beiträge niemals aus.
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