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Archive für Juli 2010
Paul hat wieder recht gehabt
12.7.2010 von Jörg Haupt.
Ist es zu fassen? Wieder einmal hat der orakelnde Krake Paul recht gehabt: Deutschland wurde Dritter und Spanien Weltmeister der Fußball-WM 2010. Ja, hier stellt sich nun wirklich die Frage: Wie macht er das nur? Ist es alles nur Zufall? Oder versteht er mehr vom Fußball als alle vermeintlichen und echten Experten zusammen? Oder ist es gar besser, sozusagen als vollständiger Fußball-Laie die Vorhersagen gänzlich unbelastet abzugeben?
Nun, wir wissen es nicht. Eines aber wissen wir ganz bestimmt: Dies ist eine der genialsten viralen Kampagnen, die wir je gesehen haben. Pauls Arbeitgeber, das Sea Life Centre in Oberhausen, hat jedenfalls eine riesige mediale Präsenz entwickelt - und das mit minimalen Kosten. Jede Wette: Paul wird sicherlich noch öfter in Erscheinung treten.
Dabei fragt es sich, ob er seine seherischen Fähigkeiten in Zukunft auf andere Fachbereiche ausdehnen wird. Denn zunächst hatte er ja nur für die Spiele mit deutscher Beteiligung orakelt. Doch Paul zeigte sich lernfähig und sagte dann auch noch das Ergebnis des Endspiels richtig voraus. Ergo müsste man ja nun zumindest theoretisch diese Leistung auch auf andere Disziplinen transferieren können.
Interessant wäre es in diesem Zusammenhang z.B. zu wissen, welche Entwicklungen die Finanzkrise im weiteren Verlauf nehmen wird. So könnte man doch einmal jeweils eine Muschel in einem Glas mit einer isländischen und einer griechischen Fahne verstecken. Analog zu den Ergebnissen der Fußball-WM müsste man dies so interpretieren, dass dasjenige Land, dessen Muschel gezogen wird, die Finanzkrise übersteht. Das nicht gezogene Land hingegen …
Nun ja, wie auch immer. Ganz ohne Paul haben wir aber noch etwas sehr interessantes im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft entdeckt. Nämlich eine Webseite, die vermutlich ebenso wie Pauls Arbeitgeber Sea Life ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfahren haben dürfte als gewöhnlich:
Gemeint ist die Webseite des FinanzFachhandel Bundesverband e.V. - denn diese ist unter www.fifa.de erreichbar. Und wir würden nun zu gerne einmal wissen, wie viele Hits die Seite in den letzten Tagen hatte, weil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Tausende auf der Suche nach aktuellen Informationen zur WM mal eben auf der Webseite der FIFA vorbeisurfen wollten, aber statt der Endung .com die Endung .de eingegeben haben.
Ob Paul das auch schon gewusst hat?
>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter
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Jetzt kann nichts mehr schiefgehen
9.7.2010 von Jörg Haupt.
Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Warum? Nun, ganz einfach: Krake Paul hat für das Spiel um den dritten Platz bei der WM 2010 einen Sieg für Deutschland vorhergesagt. Und immerhin hat er bislang schließlich immer richtig gelegen. Gut, das führte dazu, dass die deutschen Fans ihn für seinen richtigen Tipp nach dem Ausscheiden Deutschlands im Halbfinale am liebsten gegrillt hätten. Aber vermutlich wird niemand so kleinlich sein, wenn er bezüglich des nächsten Spiels wieder richtig liegt.
Einer jedenfalls hat jetzt schon gewonnen: Nämlich Pauls Arbeitgeber, das Sea Life Centre in Oberhausen. Das riesige Medienecho und die vielen Diskussionen rund um das Fußball-Orakel aus dem Großaquarium sind für Sea Life bzw. den Mutterkonzern Merlin Entertainments nahezu unbezahlbar. Allein seine Gruppe bei Facebook hat knapp 24.000 Mitglieder. Weltweit wird er in den Medien zitiert - vermutlich wissen sogar Menschen in Ländern, in denen es nicht einmal ein Sea Life Centre gibt davon, dass in einer solchen Einrichtung der Fußballergebnisse voraussagende Krake lebt.
Also das nennen wir mal eine erfolgreiche virale Kampagne!
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Marina erklärt die Vuvuzela
8.7.2010 von Jörg Haupt.
Dass Marina Orlova von HotForWords zu unseren Lieblingsstars bei YouTube gehört, weil sie geradezu ein Musterbeispiel für viralen Markenaufbau ist, haben wir ja bereits des öfteren erwähnt. Mit über 330 Millionen Aufrufen ihrer Videos bei YouTube kann man dies wahrlich als erfolgreiche Kampagne bezeichnen.
Heute sind wir übrigens über eines ihrer Videos gestolpert, in dem sie das Wort Vuvuzela erklärt. Zwar ist der Traum von der Weltmeisterschaft ja nun leider geplatzt, aber auch wir haben eine Vuvuzela im Büro, da wir wissen wollten, ob man sie tatsächlich wie eine Trompete spielen kann. Die Antwort ist: Nein, kann man nicht. Jedenfalls nicht das Exemplar, daswir für 2,99 € an der Shell-Tankstelle geschossen haben. Das Mundstück ist zu tief und die Bohrung zu groß und deshalb kann man nur eine Tonlage erzeugen.
Aber lassen wir nun Marina die Vuvuzela erklären.
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