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Archive für März 2011

Die Marketing-Banane

Liebe Leser,

wir haben beschlossen, einen neuen Marketing-Preis einzuführen. Die Marketing-Banane. Und die vergeben wir nicht etwa für besondere Leistungen. Nein, die vergeben wir eher für das genaue Gegenteil. Die Marketing-Banane vergeben wir für alles, was irgendwie ein wenig Banane ist und mit Marketing zu tun hat. Und hier ist sie nun:

Die Marketing-Banane

Eigentlich wollten wir die Marketing-Banane für etwas ganz anderes vergeben. Doch es muss ja auch noch Preisträger für den Monat April geben. Deshalb sparen wir uns das, über das wir ursprünglich berichten wollten, für später auf. Stattdessen vergeben wir haarscharf noch im März die Marketing-Banane März 2011 für Multi-Level-Marketing-Twitter-Spam.

Irgendein durchgeknallter Spinner hat sich mit unserem Twitter-Profil vernetzt. In seinem Profil heißt es vielsagend:

Monatlich ab 50 € Verdienst nach Einem Jahr 3000 € bis 9000 € versprochen.”

Ne, ist klar! Angepriesen wird Ananassaft (!), der offensichtlich über einen Strukturvertrieb vertickt werden soll. Na Bravo! Darauf hat die Welt sicherlich gewartet. Und um sein tolles Angebot auch passend zu vermarkten, postet dieser Twitter-Spammer sinnvolle Dinge wie:

Liebe Zuhörer Sie erfahren heute,wie Sie ohne zu investieren sich ein neues Einkommen schaffen können.”

Wie Sie ohne zu investieren sich ein neues Einkommen schaffen können., sex , sexy”

Wie Ich dich vermisse”

Außergewöhnliche Chance für Frauen!: tintensparmarkt,teilzeitarbeit,zweitjob,internet g”

2700EUR bereits im 1.Monat”

An diese höchst “sinnvollen” Botschaften hängt er dann Links zu irgendwelchen Strukturvertriebsseiten, die einem allerlei ominöse Produkte anpreisen.

Na, da sind wir aber wirklich begeistert und vergeben für den Missbrauch von Twitter für blödsinnigen Spam die Marketing-Banane März 2001. Denn dieser Spammer ist wirklich mal wieder total Banane!

Hier ist noch ein Screenshot dieses sagenhaften Twitter-Spammer-Profils:

Twitter-Spam - Marketing-Banane

Im Übrigen verdient natürlich nur der Urheber dieses Schwindels: Denn wie man auf der Ananassaft-Strukturvertriebs-Webseite nachlesen kann, muss der geleimte Ananassaft-Verkäufer in spe erst einmal 50 Euro für den Eintritt in dieses sagenhafte System berappen. Provisionsberechtigt für alle Provisionen sind nur alle Partner, die im laufenden Monat 24 Dosen Ananassaft bestellt und bezahlt haben oder durch den Online-Shop (Direktkunde mit 24 Dosen) umgesetzt haben. So steht es jedenfalls auf der Webseite der Ananassaft-Strukturvertriebler. Nun denn, wohl bekomm’s. ;)

>> Unsere Spammer-Blacklist

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter


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Die Krawattenknoten-Maschine

Im Business und auch zu vielen gesellschaftlichen Anlässen geht nichts ohne sie: Die Krawatte. Gut, das gilt natürlich nur bzw. überwiegend für den männlichen Teil der Bevölkerung. Doch auch da gibt es viele Zeitgenossen, die sich mit dem Binden der Krawatte schwertun.

Für solche Krawattenmuffel und alle, die zu faul sind, das Krawattenbinden zu lernen, haben wir neulich ein Video bei YouTube entdeckt, das Abhilfe verspricht. Denn dort wird doch tatsächlich eine Krawattenknoten-Maschine vorgestellt. Und so eine Maschine ist ja schon irgendwie praktisch: Während man noch Kaffee trinkt, macht die Maschine die Arbeit. Kurz bevor man das Haus verlässt, hängt man sich den fertigen Strick dann einfach um den Hals. Einmal zuziehen - und fertig! Genial!

Wer den Handbetrieb bevorzugt, der kann unter Zuhilfenahme der einschlägigen Suchmaschinen eine Webseite mit Anleitungen für diverse Krawattenknoten finden. Diese Webseite ist wiederum ein interessantes Beispiel für Marketing im Internet. Denn “ganz zufällig” führen diverse Links auf dieser Seite zu einem Anbieter von Webshops für Krawatten. Da kann man das frisch erworbene Wissen um die korrekte Binderei gleich empirisch testen. Und für alle anderen gibt es ja noch das tolle Maschinchen aus dem Video. ;)

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter


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Michael Kiske und das Anti-Marketing

Liebe Leser,

kennen Sie Michael Kiske? Nein? Nun, dann geht es Ihnen vermutlich wie den meisten Menschen. Denn der Mann hat in den vergangenen Jahren ein geradezu famoses Anti-Marketing betrieben.

Das ist eigentlich schade, denn Michael Kiske ist ein begnadeter Sänger. Mit seiner dreieinhalb Oktaven umfassenden Stimme stellt er die meisten Kollegen des Rock- und Pop-Genres locker in den Schatten. Überhaupt kann er so ziemlich alles singen: Von pianissiomo (für die Nichtmusiker: Gaaaaanz leise) bis fortissimo (also gaaaaanz laut) und von weich klingenden Balladen bis zum Heavy Metal Shouter ist alles drin.

Das Interessante aus Marketing-Sicht ist: Das macht er sogar tatsächlich - er veröffentlicht Musik in unterschiedlichen Stilrichtungen von klassischem Rock bis hin zu Heavy Metal. Und trotzdem kennt ihn kaum jemand.

Seine große Zeit hatte Michael Kiske mit der Heavy Metal Band Helloween (nein, kein Tippfehler, die Band schreibt sich tatsächlich so und nicht “Halloween”), als deren Sänger er mit 18 engagiert wurde. Leider verkrachte man sich im Laufe der Jahre. Hinzu kamen offensichtlich einige Rechtstreitigkeiten mit der Plattenfirma. Dies alles führte dazu, dass Kiske einige Jahre lang gegen die Kommerzialisierung der Musik wetterte, was das Zeug hielt. Er hat sogar 17 Jahre lang keine Bühne mehr betreten.

Dabei gehörte eine angemessene Vermarktung schon immer zur Kunst dazu. Schon Ludwig van Beethoven verklagte im Jahr 1808 seine Mäzene, die Fürsten Kinsky, Lobkowitz und Erzherzog Rudolph. Diese hatten mit Beethoven nämlich einen lebenslangen Rentenvertrag über 4.000 Gulden geschlossen, nach heutigem Wert ca. 120.000 Euro jährlich. Da die Zahlungen jedoch ins Stocken gerieten, zog Beethoven vor Gericht - und hatte Erfolg. Überhaupt soll er seine Finanzen penibel kontrolliert haben. Und für seine berühmte 9. Sinfonie kassierte er 600 Gulden (heute ca. 67.500 Euro).

Man sieht also: Musik und Kommerz haben sich schon damals durchaus vertragen. So langsam scheint dies auch Michael Kiske zu dämmern. Immerhin gibt es auf seiner ansonsten recht unstrukturierten Webseite neuerdings sogar halbwegs aktuelle Informationen, wenngleich man Hinweise zu seinem trotz des gefühlten Komplett-Untertauchens doch sehr umfangreichen Gesamtwerk dort zum Teil vergeblich sucht. Andererseits verhält er sich damit nicht viel anders als diverse mittelständische Unternehmen, die uns Informationen über ihr gesamtes Leistungsspektrum auf ihren Webseiten ja ebenfalls häufig vorenthalten. Insofern ist er da eigentlich in guter Gesellschaft. ;)

Zum Glück erfahren interessierte Zeitgenossen mittlerweile mehr über seine Musik. Hier haben wir einmal ein Beispiel für ein unlängst gemeinsam mit Amanda Somerville aufgenommenes Album eingestellt. Dies zeigt: Kaum wird ein wenig geklappert, klappt es auch mit dem Handwerk - will heißen: Man nimmt das Angebot auch wahr.

Michael Kiskes neue Band Unisonic hat zwar offenbar noch keine Webseite, nutzt aber - man höre und staune - sogar das Social Web. Unisonic hat doch tatsächlich eine Seite bei MySpace. Wenn das so weitergeht, twittert Kiske irgendwann sogar. ;)

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter


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Keine Spenden für Japan - Schreibblockade aufgehoben?

Es ist noch gar nicht so lange her, da vermuteten wir, die Spammer könnten eine Schreibblockade haben. Denn irgendwie erhielten wir immer nur den gleichen, langweiligen Spam. Doch was ein richtiger Spammer ist, dem ist natürlich kein Anlass zu schlimm und kein menschliches Leid zu schrecklich, um damit noch auf Bauernfängerei zu gehen.

Nun muss also Japan herhalten. Denn ein perfider Spammer, der sich - äußerst glaubwürdig - Dave U. Random (ne, ist klar ;) ) nennt und die vertrauenerweckende E-Mail-Adresse anonymous@anonymitaet-im-internet.net verwendet schreibt uns heute eine E-Mail mit dem Betreff: “Keine Spenden für Japan”. In seiner äußerst glaubwürdigen und vor Rechtschreibfehlern strotzenden E-Mail schreibt er weiter:

Wir sind das echte Arbeitslosenzentrum Krefeld/Meerbusch eV und finden das Spenden für Japan nicht wichtig sind, weil hierzulande im 1,5 Mio Menschen in bittere Armut leben.

Hintergrund Hartz 4 Gesetze. Für viele Bedeutet das Hunger, Armut und Elend vom Staat.

Daher unterstützen sie die wichtige Arbeit für Hartz 4 Emfänger.

Nähre Informationen auf unsere moderne Webseite www.arbeitslosenzentrumkrefeld.de

Wow! Wir sind beeindruckt. Und die Organisation, mit deren Namen hier offensichtlich Schindluder getrieben wird vermutlich auch. Immerhin aber hat ja der Spammer freundlicherweise bereits durch die Wahl seines Namens und auch der Absender-E-Mail-Adresse unmissverständlich klargemacht, dass es sich lediglich um Spam handelt, der natürlich - wie immer - in den virtuellen Papierkorb gehört. Und natürlich versteckte sich hinter der Domain in der Spam-Mail nicht wirklich die Webseite des Arbeitslosenzentrums Krefeld.

Natürlich wissen wir nicht, wo man wirklich gelandet wäre, wenn man auf den angeblichen Link zum Arbeitslosenzentrum Krefeld geklickt hätte. Vermutlich fängt man sich dann Malware ein. Allerdings ist es schon traurig, dass manchen Menschen kein Ereignis zu schrecklich ist, um daraus nicht noch irgendwie Profit zu schlagen. Außerdem müssen wir feststellen, dass der Spam nicht nur einen aktuellen Bezug enthält, sondern auch noch auf unseren Firmensitz bezogen ist. Nennt man das jetzt demnach aktuellen Regio-Spam?

>> Unsere Spammer-Blacklist

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter


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