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Archive für August 2011

Die Marketing-Banane im August geht an Farchant in Oberbayern

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Farchant ist ein sehr schöner Ort und wenn man mal in Oberbayern Urlaub machen möchte, dann ist Farchant wirklich die erste Wahl. Das beschauliche Dorf hat einige wunderschöne alte Häuser, es gibt ein tolles Freibad mit großartigem Zugspitzpanorama und man ist ruckzuck in Garmisch-Partenkirchen, am Schloss Linderhof oder am Kloster Ettal. Auch München, das Kloster Benediktbeuren, die Wieskirche oder die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sind schnell von Farchant aus zu erreichen. Kurz: Es lohnt sich wirklich, in Farchant Urlaub zu machen.

Warum aber verleihen wir dann diesem schönen Ort die Marketing-Banane? Nun, zunächst möchten wir feststellen: Farchant erhält sie stellvertretend für viele andere Orte, die sich mit dem Marketing im Internet schwertun. Und da Farchant wirklich ein toller Ort ist, möchten wir auch nicht ganz so böse sein wie bei der Verleihung der Marketing-Banane im Juli. :)

So, es geht also um das Marketing im Internet - also um einen nicht ganz unwichtigen Aspekt der Kommunikationspolitik im Rahmen des Marketing-Mix. Vielleicht werden Sie nun sagen: “Was haben die denn bloß? Die Webseite von Farchant sieht doch klasse aus.” Stimmt, auf den ersten Blick schon. Doch der Teufel steckt meist im Detail. Und genau wegen dieser Details verleihen wir die Marketing-Banane.

Die Marketing-Banane

Keine Frage: Das Hintergrundbild mit dem Zugspitzpanorama auf der Farchant-Webseite macht Lust auf mehr. Doch wenn der werte Gast mehr sucht, dann findet er weder großformatige Bilder noch Videos des Ortes.

Ein anderes Dorf in Bayern ist da geschickter: Oberstaufen im Allgäu ist geradezu ein Social-Web-Musterdorf: Schon die Webseite ist Mitmach-Web-2.0 - man kann sich einloggen, Kommentare hinterlassen - ja, man wird eingeladen, die Webseite mit zu gestalten. Selbstverständlich findet man Videos, die auf dem eigenen YouTube-Kanal Oberstaufen-TV gehostet und in die Webseite eingebunden werden.

Das Hosting der Videos bei YouTube ist kostenlos und die geschickt verschlagworteten Videos bringen gute Ergebnisse in den Suchmaschinen. Und während die ganze Bundesrepublik sich über Google Street View aufregte, lud man in Oberstaufen Google explizit ein. Ergebnis: Neben den wichtigsten Großstädten in Deutschland ist das kleine Oberstaufen vollständig in Google Street View zu bewundern.


Größere Kartenansicht

Klar, dass es da auch Profile bei Twitter und Facebook gibt.

“Moment mal!”, werden Sie nun vielleicht sagen. “Farchant hat doch auch ein Facebook-Profil.” Und in der Tat: Das gibt es tatsächlich. Aber ein Profil bei Twitter oder gar ein mit Videos bestücktes Profil bei YouTube gibt es nicht.

Auch die Rubrik Ausflugsziele auf der Farchant-Webseite ist nicht optimal. Denn wer mehr zu dem Ausflugszielen wissen möchte und deshalb auf den Link “mehr” klickt, der wird auf eine andere Webseite geleitet. Dabei soll der virtuelle Gast im Internet doch auch Gast in der realen Welt werden und möglichst in Farchant seinen Urlaub buchen. Ergo leitet man ihn tunlichst nicht von der eigenen Webseite weg. Außerdem ist ein brauchbarer Text zu den Ausflugszielen, verbunden mit schönen Bildern und ggf. einem bei YouTube gehosteten Video wiederum relevant für die Ergebnisse in den Suchmaschinen.

Geradezu süß ist der Shop auf der Farchant-Webseite: Zum Bestellen der Artikel wird man gebeten, eine Telefonnummer zu wählen oder eine E-Mail zu schicken. Schonmal von einem Webshop gehört, liebe Farchanter?

Unser Fazit: Auch der auf den ersten Blick sehr ansprechende Internet-Auftritt der schönen Gemeinde Farchant bleibt weit hinter den Möglichkeiten des modernen Marketing zurück. Abei keine Angst, liebe Farchanter: Damit steht Ihr nicht alleine da. Unsere Heimatstadt Krefeld kann es auch nicht viel besser. ;)

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

Nachtrag: Zufällig haben wir heute einen schönen Bericht über Farchant entdeckt. Wie gesagt: Ein wirklich lohnendes Reiseziel. Und ja, damit leiten auch wir den Leser von unserer Webseite weg - eine kleine Wiedergutmachung für die Verleihung der Marketing-Banane. :)

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Ich schreibe wie Sigmund Freud

Noch vor einigen Tagen habe ich mich köstlich über das Blablameter amüsiert. Denn dieses lustige Tool im Internet hatte doch kürzlich einem meiner Texte einen nicht ganz unerheblichen Bullshit-Index zugeordnet. Nun ja, zum Glück hatte es ein Textauszug aus der Wikipedia nicht wesentlich besser, was mich dann doch wieder einigermaßen ruhig schlafen ließ.

Doch es gibt ja nicht nur das Blablameter. Statt dessen habe ich neulich ein Tool entdeckt, das wohl erheblich größere Aussagekraft hat als das Blablameter. Denn dieses Tool stammt nicht einfach nur von irgendeinem Programmierer, der den Bullshit-Index vermutlich deshalb auf betriebswirtschaftliches Vokabular bezieht, weil sein Banker ihm einmal einen Kleinkredit verweigert hat. Nein, das folgende Tool stammt aus einer Quelle, die über alle Zweifel erhaben sein sollte: Es stammt aus dem Feuilleton der FAZ.

Wie auch beim Blablameter kann man Textauszüge in einen Editor kopieren. Das FAZ-Tool analysiert den betreffenden Textbeitrag und vergleicht ihn dann mit Texten bekannter Autoren. Klar, das macht neugierig. Also habe ich einen Auszug aus einem Text des jhmc Magazins einmal getestet. Heraus kam:

Wow! Ich schreibe also wie Sigmund Freud. Ist das jetzt gut oder schlecht? Immerhin: Im Zuge meiner Projekte fordere ich meine Mandanten garantiert nicht auf: “Erzählen Sie mir von Ihrer Mutter!” ;)

Andererseits macht das ja schon irgendwie neugierig. Und so habe ich noch einen Text aus dem jhmc Magazin getestet - dieses Mal den Artikel zu den Folgen von Basel III für mittelständische Unternehmen. Ja, und dieses Mal schreibe ich wie Peter Handke. Na, das wird ja immer interessanter.

Also mache ich weiter. Schauen wir mal, welchen illustren Namen das Tool als nächstes auswirft. Ich teste den letzten Marketing-Bananen-Text, der für ein Düsseldorfer In-Restaurant nicht ganz so schmeichelhaft ist. Und was sagt das FAZ-Tool dazu? Nun, diesmal schreibe ich wie Franz Kafka. Und ich muss sagen: Das kann sich doch jetzt wirklich sehen lassen, oder? :)

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Einladung zu Google plus - geniale Marketing-Idee

Liebe Leser,

haben Sie bereits eine Einladung zu Google plus? Nein? Dann finden Sie eine Einladung am Ende des Beitrags.

Aber warum bloggen wir heute darüber? Ganz einfach: Weil die Sache mit den Einladungen mal wieder eine richtig geniale Marketing-Idee ist. Denn wer keine Einladung hat und dennoch neugierig ist für den gilt: “Du kommst hier nicht rein!” Dabei ist es doch genau diese (scheinbare) Exklusivität, die erst recht neugierig macht, oder?

Passend dazu taucht dann “ganz zufällig” ein Video bei YouTube auf, in dem eine junge Dame zur Musik des Queen-Klassikers Another One Bites The Dust über Google plus singt und sich dabei durch die Funktionen des neuen Facebook-Wettbewerbers hangelt.

Klar, dass dieses Video nun in den Weiten des Social Web landauf und landab erwähnt und natürlich in diverse Blogs und Webseiten eingebaut wird. Wobei dieser Einbau ja ebenfalls ein Klassiker der viralen Verbreitung der Inhalte von Google-Webseiten ist: Ob das zu Google gehörende YouTube, Google Maps oder auch die Integration der Google Websuche in andere Webseiten - stets war man ganz vorne mit dabei, wenn es darum ging, das eigene Angebot viral bekannt zu machen.

Ja, und so sind wir neugierig, ob Google es schafft, Facebook den Rang abzulaufen. Der Kampf um das erfolgreichste Social Network wäre damit eröffnet. Der Knaller wäre natürlich, wenn ein Wettbewerber sich quasi im Windschatten von Facebook und Google plus mit einem noch besseren Angebot positioniert. Schauen wir also mal, was am Ende dabei herauskommt.

So, und nun kommen wir zu den versprochenen 150 Einladungen zu Google plus:

>> Hier geht es zu 150 Einladungen zu Google plus

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Das Blablameter auf dem Prüfstand

So, Wacken ist natürlich längst vorbei, doch die Woche war sehr hektisch und so sind wir gar nicht zum bloggen gekommen. Aber wir wollen ja hier nicht meckern, denn es ist ja gar nicht so schlecht, wenn man gut zu tun hat.

Wer regelmäßig Blogartikel schreibt, der braucht natürlich auch immer wieder Nachschub für neue Themen. Und so haben wir eine gewisse Sensibilität für Dinge in unserer Umwelt entwickelt - es könnte sich ja das Thema für den nächsten Beitrag dahinter verstecken. Und so entdeckten wir kürzlich einen Link zu einer richtig spaßigen Webseite: Dem Blablameter.

Das Blablameter nimmt für sich in Anspruch, anhand gewisser Algorithmen Texte auf ihren Gehalt an heißer Luft überprüfen zu können. Das funktioniert so: Man kopiert einfach einen beliebigen Text in das Editorfenster des Blablameters und und klickt auf “Text testen”. Heraus kommen mehr oder minder schmeichelnde Kommentare zum eingegebenen Text. Folgerichtig heißt es auf der Webseite:

“PR-Profis, Politiker, Berater, Werbetexter oder Professoren müssen hier tapfer sein! Das BlaBlaMeter entlarvt schonungslos, wieviel heiße Luft sich in Texte eingeschlichen hat.”

Das mussten wir unbedingt einmal testen und haben dies mit diversen Texten unserer Webseite getan. Der Text auf unserer Startseite hat demnach einen Bullshit-Index von 0,57 und wird mit folgenden Worten kommentiert: “Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?”

Nun ja, die meisten Unternehmenswebseiten preisen natürlich die Leistungen des Unternehmens an. Immerhin: Mit dem Text einer weiteren Seite unseres Internet-Auftritts sprengen wir sogar die Höchstmarke von 1 und liegen beim Bullshit-Index gar auf der Marke von 1,36!

Zum Glück wissen wir uns in bester Gesellschaft. So weist z.B. eine mit dem Stichwort “Kompetenz” überschriebene Webseite unseres großen Wettbewerbers McKinsey den Bullshit-Index 1,19 auf. Beim “Profil” liegt McKinsey fast gleichauf bei 1,31.

Auch der Zwischenbericht für den Berichtszeitraum 9 Monate 2010/2011 der Thyssen Krupp AG kommt mit einem Bullshit-Index von 0,72 nicht wirklich gut weg. Der Kommentar des Blablameters dazu lautet: “Es stinkt gewaltig nach heißer Luft! Auch wenn Sie PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sind - beim Eindruck schinden sollten Sie Ihre Aussage nicht vergessen.” Und zur Unternehmensdarstellung von Vodafone sagt das Blablameter bei einem Bullshit-Index von o,67: “Sie müssen PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sein! Sollten Sie eine echte Botschaft transportieren wollen, so erscheint es fraglich, ob diese Ihre Leser auch erreicht.”

Es liegt demnach nahe, dass das Blablameter unter anderem betriebswirtschaftliches Vokabular durchgängig negativ bewertet. Machen wir also die Probe aufs Exempel und bedienen wir uns bezüglich einer Textprobe bei einer Quelle, die hinsichtlich des Verbreitens heißer Luft doch über jeden Zweifel erhaben sein sollte: Der Wikipedia. Testen wir also den folgenden Text des Wikipedia-Artikels zum Thema Marketing:

In der Betriebswirtschaftslehre ist das Marketing ein Teil des unternehmerischen Gesamtprozesses. Dieser beginnt mit dem Einkauf von Rohstoffen und Vorprodukten (Vorleistungen), führt weiter zur Produktion (Erstellung von Gütern oder Dienstleistungen) und endet mit der Vermarktung (Marketing bzw. Vertrieb) der erstellten betrieblichen Leistungen. Hinzu kommen unterstützende Prozesse wie zum Beispiel Innovation, Finanzierung, Verwaltung oder Personalwirtschaft. Die Teilprozesse werden auch als betriebliche oder unternehmerische Funktionen bezeichnet. Damit alle Prozesse möglichst reibungslos funktionieren, bedarf es der Managementfunktionen. Dazu gehören Planung (einschließlich Zielsetzung), Organisation, Führung und Kontrolle (Erfolgs- und Fortschrittskontrolle) im Hinblick auf die Zielsetzung.[2] Den Marketingprozess selbst kann man als Marketingplan darstellen: (1) Erkennen von Chancen durch die Markt-, Kunden- und Wettbewerbsanalyse einschließlich Marktforschung, (2) Festlegung von Zielen, die sicherstellen, dass die investierten Mittel zurückfließen, (3) Auswahl geeigneter Strategien zur Zielerreichung, (4) Umsetzung der Strategie mit dem Marketing-Mix und schließlich (5) Erfolgskontrolle des gesamten Prozesses und aller getroffenen Entscheidungen. Das Thema Marketing bekam in der Wissenschaft und in der Praxis eine große Bedeutung mit dem Wandel von der kriegsbedingten Mangelwirtschaft (Nachfrage ist größer als das Angebot) hin zur sogenannten Überflussgesellschaft (Angebot ist größer als die Nachfrage) seit Mitte der 1950er Jahre. Dieser Trend war von einem verstärkten Wettbewerb um Kunden begleitet und wurde durch die beiden Ölkrisen der 1970er Jahre verstärkt. Beispielsweise erfolgte im Jahr 1969 die Gründung des ersten Marketinglehrstuhls (Heribert Meffert) in Deutschland. Seither gilt das Marketing als zentraler Erfolgsfaktor für die langfristige „Überlebensfähigkeit“ von Unternehmen im Wettbewerb (Dominanz der Marketingfunktion).[3] Die nebenstehende Grafik soll den Zusammenhang zwischen Marketing und den anderen Unternehmensfunktionen veranschaulichen.

Ja, und hier ist die Bewertung des Blablameters:

Blablameter - Textprobe Wikipedia: Marketing

Na, da sind wir aber beruhigt. Denn wenn selbst die Wikipedia lauter Bullshit erzeugt, dann sind wir ja in allerbester Gesellschaft. :)

Wir haben jedenfalls wieder einmal unseren Spaß gehabt und gratulieren den Machern des Blablameters zu ihrem originellen Einfall. Und Sie, liebe Leser, brauchen keine Angst zu haben: Wir werden auch weiterhin in diesem Blog und natürlich auch in unserem Magazin jede Menge Bullshit für Sie produzieren. :)

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