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Archive für September 2011
Die Marketing-Banane im September 2011 geht an jemanden, den wir hier nicht nennen
29.9.2011 von Jörg Haupt.
Die Marketing-Banane im September haben wir zwar vergeben, und möchten deshalb auch mit Rücksicht auf ein laufendes Mandat nichts dazu schreiben.
Weitere Kandidaten für die Marketing-Banane wären die folgenden Granaten gewesen:Der Schrotthändler, dessen Auto wir neulich auf der A 52 auf dem Weg zu einem Termin in Dortmund entdeckten. Mit der Hand hatte er “Schrotthandel” und seine Telefonnummer auf die Bracke seines Autos gepinselt. Dabei sah das Auto aus, als könnte es gleich mitsamt der Ladung in die Schrottpresse.
Air France, die einem für den Pendelbus zwischen den Flughäfen Orly und Charles de Gaulle satte 18 Euro abknöpfen, obwohl man zwischen zwei Air-France-Flügen umsteigen muss. Obwohl: Ob es wirklich 18 Euro waren, ist nicht mehr überprüfbar, da der Beleg aussieht, als hätte der Busfahrer ihn schon im Allerwertesten gehabt. So kann man ihn dann auch wenigstens nicht mehr beim Finanzamt einreichen. Wir gratulieren!
Ja, und so teilen sich genau genommen gleich mehrere Protagonisten die Marketing-Banane im September.
Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank
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Wolle Rose kaufe? Wolle Gold kaufe?
25.9.2011 von Jörg Haupt.
Wer kennt sie nicht, die freundlichen Menschen, die einem abends in der Gastronomie begegnen und die mit einem freundlichen “Wolle Rose kaufe?” versuchen, an den meist schon alkoholbeeinflussten Kavaliersinstinkt männlicher Bierkonsumenten zu appelieren. Nun, die Rosen sind zwar meist völlig überteuert, aber wem dieser Spaß einige Euros wert ist, wird wohl zur Rose greifen.
Etwas ähnliches scheinen sich die im Folgenden zitierten Spammer auch gedacht zu haben. Sehr glaubhaft verkünden sie in einer mit kyrillischen Buchstaben durchsetzen E-Mail unter einer australischen Adresse die frohe Botschaft, dass sie im Besitz eines Gold-Verkauf-Zertifikates der Regierung des afrikanischen Staates Ghana sind. Und klar, wenn ein Spammer fragt: “Wolle Gold kaufe?”, dann schlägt man doch natürlich sofort zu, oder? Ob es eigentlich ein derartiges Gold-Verkaufs-Zertifikat überhaupt gibt?
Hier die E-Mail dieser Knalltüten:
“Miners’ Cooperative
2 Mill Street Perth, WA, Australia
Tel: +61 390010067, Fax: +61 390010068
Email: minercorp@w.cn
Date: 24 September 2011
Zu Hдnden von,
Ich schreibe Ihnen jetzt um die Verfьgbarkeit von unserem Hauptprodukt, alluviales Gold in groЯen Mengen zu werben. Da wir eine groЯe Anzahl von handwerklichen Bergleuten auf der ganzen Welt reprдsentieren, sind wir bereit, Mengen von bis zu 48.000 Kilogramm 22.Karat abgelagertes Gold zu liefern.
Beschreibung:
PRODUKT – alluviales Goldvorkommen (AU METAL DUST).
MENGE - 100 kg pro Kiste.
REINHEITSGRAD - 95,93%
QUALITДT - 22 + KARAT.
PREIS - 13,000.00 USD / KG (verhandelbar) HERKUNFT - Ghana, Westafrika.
VERPACKUNG - doppelt kaschiertem Sack in einer Metallbox verpackt.
ZAHLUNG – laut Vereinbarung zwischen dem Verkдufer und dem Kдufer.
STOCK - 48.000 Kilogramm
Unsere Firma ist im Besitz des Gold-Export-Zertifikat von der Regierung der Republik Ghana was notwendig ist, um Gold aus Ghana zu exportieren, so kцnnen wir einen Weltweiten Service gewдhrleisten .
Wir sind bereit, die Menge an Gold die Sie benцtigen, um es den Kдufer oder deren Vertreter anzubieten., zu liefern.
Darьber hinaus suchen wir derzeit seriцse Investoren auf partnerschaftlicher Basis, um unsere Produktionskapazitдt zu erhцhen. Wenn Sie Interesse an diesem Vorschlag, oder weitere Fragen haben, kontaktieren Sie mich unter der oben genannten Telefonnummer.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.
.
Hochachtungsvoll,
Mrs. Jane Turner
Chief Director of Marketing
Australia Representative.”
Ja, liebe Jane Turner. Was haben Sie denn eigentlich geraucht? Vielleicht sollten Sie statt des Goldes diesen Stoff anbieten, denn der scheint ja vollkommen zu entspannen.
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Bilder von einer etwas anderen Geschäftsreise
15.9.2011 von Jörg Haupt.
So, liebe Leser, heute möchte ich Sie mal so richtig neidisch machen. Denn in der vergangenen Woche war ich auf einer etwas ungewöhnlichen Geschäftsreise. Es ging nach Südfrankreich, genauer gesagt zur Domaine Les Juliannes.

Was ich da gemacht habe, das wird nicht verraten. Denn über den Inhalt laufender Projekte wird natürlich nichts gesagt. Aber eins kann ich Ihnen verraten: Die wunderschönen Natursteinhäuser in der sanften Hügellandschaft, umgeben von Wald und Wiesen, sind einen Besuch wert.

So viel Natur bekommt man nämlich sonst eher selten zu sehen. Und die Stille ist wirklich zum totalen Abschalten geeignet. Na ja, das hatte ich aber auch bitter nötig, denn ich hatte einen sehr frühen Flug ab Düsseldorf nach Toulouse inklusive Umsteigen in Lyon. Dafür musste ich gar um 3:00 Uhr aufstehen.
Da ich für lediglich 3 Tage nur Handgepäck dabei hatte (und dort auch nicht im Anzug rumlaufen musste), musste mein kleiner Koffer natürlich auch durch den Röntgenautomaten. Offenbar sehe ich aber aus wie ein Bombenleger, denn die Sicherheitskräfte hatten etwas gefunden. Mein Koffer wurde geöffnet und zum Vorschein kam ein Stielkamm, der seit langem in den Tiefen meines Kulturbeutels schlummerte. Immerhin: Dank der Düsseldorfer Sicherheitskräfte weiß ich nun wieder, dass ich einen Stielkamm besitze.

Ja, und gearbeitet wurde natürlich auch. Sogar sehr intensiv. Aber wie gesagt: Über Projektinhalte wird hier nichts verraten.
Immerhin bin ich auch dazu gekommen, die Gegend etwas zu erkunden. Und das darf ich auf jeden Fall verraten: Es ist dort tatsächlich so schön wie auf den Bildern.

Ja, da kann man wirklich neidisch werden, oder?
Die Rückreise holte mich wieder in die Wirklichkeit zurück, denn sie war weitaus weniger idyllisch. Warum? Ganz einfach: Sind Sie, liebe Leser schon einmal in Paris umgestiegen und mussten dabei zwischen den Flughäfen Orly und Charles de Gaulle wechseln? Die laut Flugplan vorgesehenen 3 Stunden braucht man wirklich, denn alleine eine Stunde geht für die überteuerte Fahrt mit dem Flughafenbus drauf. Hinzu kommt eine halbe Stunde, um in Orly aus dem Flieger zu kommen.
Dann wartet man noch auf den Bus zum Flughafen Charles de Gaulle und dort muss man ja dann auch noch wieder einchecken. Scheinbar machte ich den Eindruck eines echten Bombenlegers, denn mein Handgepäck musste wieder einmal geöffnet werden. Was für ein Bohei! Ja, liebe Sicherheitskräfte: Mein Rasierapparat ist definitiv nur ein Rasierapparat.
Na ja, jedenfalls war nach dem Sicherheitscheck wieder eine halbe Stunde rum. Und das Boarding begann ja schließlich auch noch eine halbe Stunde vor dem Abflug. Wer jetzt mitgezählt hat merkt, dass nur noch eine halbe Stunde Wartezeit übrig geblieben ist. Diese reduzierte sich übrigens nochmal, da mein Flieger aus Toulouse mit 10 Minuten Verspätung landete.
Aber was soll’s? Ich bin ja doch noch pünktlich zurück gekommen. Und schon hat mich der Alltag wieder.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Les Juliannes.
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Muammar al-Gaddafi hat die E-Mail-Adresse der Jörg Haupt Management Consulting in seinem persönlichen Telefonbuch!
4.9.2011 von Jörg Haupt.
Wow! Das ist doch mal eine Nachricht: Muammar al-Gaddafi hat die E-Mail-Adresse der Jörg Haupt Management Consulting in seinem persönlichen Telefonbuch! Denn heute erhielten wir eine total glaubhafte E-Mail seiner zweiten Frau Safaja Farkash, die uns schrieb, Ihr Mann hätte derzeit “einige Probleme”. Deshalb sollten wir doch bitte so freundlich sein, Ihr zu helfen, 40 Millionen Dollar über unser Konto auf ein freies Konto zu transferieren.
Also wirklich! Haben die Spammer eigentlich zuviel Ausdünstungen libyschen Erdöls geschnüffelt? Diese auch Nigeria Connection genannte Betrugsmasche ist doch nun schon so alt, dass doch wirklich niemand mehr über den Bart des Witzes stolpern sollte. Und eine mit kyrillischen Buchstaben und vielen Rechtschreibfehlern durchsetzte E-Mail deutet doch wohl eher darauf hin, dass die dahinter stehenden russischen Programmierer sich nicht einmal einen vernünftigen Übersetzer leisten können oder wollen. Bleibt nur noch die Frage, wer so hirntot ist, mit den durchgeknallten Spammern tatsächlich noch Kontakt aufzunehmen.
Und dann erst diese hanebüchene Story! Klar, wir glauben doch sofort, dass Muammar al-Gaddafi unsere E-Mail-Adresse in seinem persönlichen Notizbuch hat. Obwohl - den libyschen Ölminister Shukri Ghanem haben wir ja bekanntlich auch schon aufgetrieben. Also, liebe libysche Übergangsregierung und liebe Geheimdienste dieser Welt: Wenn Euch das nächste Mal irgendein durchgeknallter Massenmörder abhanden kommt, dann fragt einfach uns. Denn irgendwann landen sie alle spammend in unserer virtuellen Entsorgungsfachabteilung namens Spamordner.
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