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Archive für Januar 2012

BITTE ANTWORTEN

BITTE ANTWORTEN - so schreit es uns heute in einer Spam-Mail entgegen, die passenderweise auch direkt in unseren virtuellen Mülleimer landete.

BITTE ANTWORTEN - eine derartige Großschreibung gilt im Internet tatsächlich als Schreien. In Foren und Chaträumen gilt dieses Schreien im Übrigen als sehr unhöflich. Gut, Spammer sind natürlich ex definitione unfreundlich. Denn sie überschwemmen die E-Mail-Postfächer mit Nachrichten, die die Empfänger gar nicht haben wollen. Wir kennen jedenfalls niemanden, der gerne Viren, Phishing-Programme oder unseriöse Angebote von gefälschten Uhren über Viagra bis hin zu eindeutig-zweideutigen Angeboten der angeblich erotischen Art empfangen möchte.

Und offenbar fallen nun immer weniger Leute auf den Quatsch der Spammer herein. Denn sie müssen ja schon schreien: BITTE ANTWORTEN. Scheinbar ist also nun so ziemlich jeder Internet-Nutzer durch mit dem Thema und keiner antwortet mehr. Das muss man auch mal hinkriegen, dass ein Drittel der Weltbevölkerung - denn so viele Menschen haben einen Internet-Zugang - nicht einmal mehr auf Spam hereinfällt.

Das wäre übrigens mal eine interessante Studie, um die Diffusionstheorie von Rogers empirisch zu belegen. Die Diffusionstheorie befasst sich mit der Verbreitung von Neuerungen in sozialen Systemen. Es wäre also zu untersuchen, ob je ein Mensch in den Anfangszeiten des Internet auf den Quatsch hereingefallen wäre (die ersten Internet-User wären laut Rogers “early adopters”). Sodann wäre zu untersuchen wie lange es gedauert hat, bis auch der allerletzte Internet-Legastheniker gemerkt hat, dass hinter der blonden Sonja mit den prallen primären Geschlechtsmerkmalen, die unbedingt mit einem chatten will, garantiert keine seriöse Webseite lauert.

Und genau deshalb muss der freundliche Herr Patrick Chan seine Spam-Mail nun herausschreien: BITTE ANTWORTEN:

“ACHTUNG

Ich bin Mr. Patrick Chan KW Executive Director & Chief Financial Officer der Hang Seng Bank Ltd, Hongkong.
Ich habe ein lukratives Geschдft Vorschlag von gemeinsamem Interesse mit Ihnen zu teilen, sondern die Ьbertragung von einer groЯen Geld von meiner Bank hier in Hongkong. Ich habe deinen Hinweis in meiner Suche nach jemandem, passend zu meinervorgeschlagenen Geschдftsbeziehung. Wenn Sie an einer Zusammenarbeit mit mir Kontakt mit mir durch meine private E-Mail interessiert dienennenwirhiernicht@yahoo.com.hk fьr weitere Details.

Ihre erste Reaktion auf dieses Schreiben wird geschдtzt.

Mit freundlichen GrьЯen,

Mr. Patrick Chan”

Oh Mann! Es ist doch kein Wunder, dass auf solch einen Mist niemand antwortet, oder? Da kann man noch so ins Netz brüllen: BITTE ANTWORTEN.

Wir dagegen sagen: Wie langweilig. Schon wieder so eine Nigeria-Connection-Flitzpiepe mit kyrillischem Buchstabensalat. ;)

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Na also, es geht doch - Unisonic, Michael Kiske und ein erstes Video

Bereits in mehreren Artikeln unseres Blogs haben wir uns die Frage gestellt, ob Michael Kiske seine Musik überhaupt bekannt machen will. Denn aufgrund kontinuierlichen Anti-Marketings über mehrere Jahre hinweg konnte man glatt diese Vermutung haben. Ja, und das war eigentlich schade, denn Michael Kiske ist wirklich ein sehr guter Sänger.

Und nun geht es also doch. Nach mehreren Jahren, in denen er beinahe in der Versenkung verschwunden wäre, tauchte er zunächst in einigen Projekten wieder auf. Und nun hat er sogar wieder eine richtige Band: Unisonic. Und das Beste: Auch Kai Hansen, mit dem Kiske seinerzeit bei Helloween aktiv war, ist mit von der Partie. Auch eine Webseite und eine Seite bei Facebook gibt es nun.

Bei YouTube wird das Video zur ersten Singleauskopplung veröffentlicht - wir sind begeistert. ;)

Ja, dann sagen wir doch direkt mal: Viel Spaß mit dem Video. :)

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Neuer Spam: “Verdoppeln Sie Ihr Einkommen! Mit nur 63 Minuten täglich.”

Liebe Leser, zunächst einmal wünschen wir ein frohes neues Jahr. Wir wünschen, dass Sie gut in das neue Jahr hineingefeiert haben und zuvor ein besinnliches Weihnachtsfest hatten.

Ja, und nun ist also auch schon die erste Arbeitswoche des neuen Jahres vorbei. Obwohl noch viele Leute in Urlaub sind, gab es für uns bereits wieder reichlich zu tun und der Terminkalender für die nächste Woche ist auch schon wieder komplett voll. Alles ist also ganz normal. Alles? Ja, wirklich alles. Denn auch die Spammer sind aus dem Winterurlaub zurück und erheitern uns wieder mit originellen Angeboten.

So folgt uns zum Beispiel seit heute ein Twitter-Account (der sich vermutlich wieder entfolgen wird, sobald sein Inhaber diesen Artikel bemerkt), der sich zunächst als “irgendwas mit Coaching” tarnt. Im Profil ist zu lesen, dass unser fleißiger Twitterer lieber für sich selbst ackert als für irgendeinen Boss. Laut der Domain der verlinkten Webseite arbeitet er lieber von zu Hause aus.

Aha! Das macht natürlich neugierig. Was wird es wohl diesmal sein, das den Stein der Weisen des Geldverdienens ohne irgendeinen Einsatz verspricht? Ob es wohl wieder Multilevel-Ananassaft-Spam ist? Oder gar mal wieder irgendein blödsinniges Schneeball-System, das sich hinter einer angeblich todsicheren Geldanlage verbirgt? Schauen wir uns die Webseite einmal an. Hier ist der Screenshot:

Geldverdienen-Spam

Ah, das ist ja genial, wie hier vulgärpsychologisch mit einem schönen Urlaubsbild der Erfolg suggeriert wird. Und die Erfahrungsberichts-Flitzpiepe haben wir dann sicherheitshalber mal unkenntlich gemacht. Andererseits ist es auch wiederum fraglich, ob unser Testimonial von seinem Werbeauftritt überhaupt weiß.

Wie auch immer. Wirklich umgehauen hat uns die folgende Aussage: “Verdoppeln Sie Ihr Einkommen! Mit nur 63 Minuten täglich.”

Wow, das hat natürlich was. Auch, dass man dazu genau 63 Minuten braucht. Ab 64 Minuten hat man also zu viel rumgetrödelt. Es müssen wohl exakt 63 Minuten sein. Weiter heißt es:

“Wir zeigen Ihnen NUR HEUTE völlig kostenfrei, wie sie mit viel Spaß innerhalb der nächsten 14 Tage IHR EINKOMMEN deutlich erhöhen! JETZT Gratis Insider E-Book anfordern.”

Ach, nur heute? Gibt es diese Knaller-Webseite etwa morgen schon nicht mehr? Schade! Gut, dass wir deshalb an dieser Stelle darüber ablästern, oder? Denn morgen ist diese tolle Chance ja offensichtlich vertan. ;)

Doch weiter geht’s:

“Wir zeigen Ihnen:

  • wie Sie von zu Hause aus arbeiten können
  • wie Sie mehr Zeit für Ihre Familie, Freunde, Hobbies haben
  • wie Sie finanziell unabhängig werden
  • wie Sie Geld verdienen, auch wenn Sie 3 Wochen in Urlaub sind
  • wie Sie von einem internationalen Geschäft partipizieren
  • wie Sie Ihr System für sich arbeiten lassen
  • wie Sie vom Web 2.0 profitieren”

Na, das ist ja genial. Das wollten wir doch immer schon wissen, oder? Und alles, was wir dafür tun müssen ist, diesen Flitzpiepen unsere Kontaktadresse inklusive Telefonnummer und E-Mail-Adresse zu geben. Im Gegenzug erhalten wir vermutlich in Zukunft total seriöse Angebote für irgendwelche Zeitungsabonnements, tonnenweise Spam und Gewinnbenachrichtigungen angeblicher Gewinnspiele, an denen wir teilgenommen haben sollen. Oder es gibt tolle E-Mails, die uns Viagra, gefälschte Uhren oder Schlankheitskapseln anpreisen. Oder man erhält megatonnenweise irgendwelche Newsletter, die man angeblich abonniert haben soll und kann sich vor lauter Versicherungsvergleichen und aktuellen Schnäppchen nicht mehr retten.

Ach ne, dieser Weg in die Selbständigkeit ist uns zu gaga. Wir begleiten lieber Existenzgründer auf dem herkömmlichen Weg. So ganz traditionell mit Businessplan und allem, was dazugehört. Deshalb sind ja auch wir und nicht diese Geldverdienen-in-63-Minuten-Quacksalber zum KfW-Gründercoaching zugelassen. ;)

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