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Archive für Februar 2012

Ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche …

Viele Unternehmen setzen das Social Web für das eigene Marketing ein. Und es stimmt: Social Media Marketing kann durchaus ein wichtiger Baustein der Kommunikationspolitik des eigenen Unternehmens sein.

Das Schöne dabei: Einige Instrumente des Social Media Marketing lassen sich sogar kostenlos nutzen. Ein Profil bei Twitter oder auch eine Fanpage bei Facebook gibt es zum Nulltarif.

Das weniger Schöne dabei: Viele Unternehmen haben offensichtlich gar nicht verstanden, dass Social Media Marketing nicht bedeutet, Social Media Kanäle mit immer gleichen Werbebotschaften zuzutexten. Doch genau das sieht man immer wieder, wie das folgende Beispiel zeigt.

So erhielten wir heute die Nachricht, dass uns nun mal wieder ein neues Twitter-Profil folgt. Obwohl: Eigentlich folgt es dem Twitter-Profil des von uns mitherausgegebenen Magazins RechtNews. Aber egal, sie folgen uns jedenfalls.

Doch eigentlich lohnt es sich nicht, diesem Profil ebenfalls zu folgen. Denn alle Tweets stellen die gleiche Frage: Jeder Follower wird gefragt: “War Ihnen klar, warum Kontenprüfung so wichtig ist”. Und ja, sie haben jedesmal auch das Fragezeichen vergessen.

Ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche …

Nun ja, hier erkennt man schnell: Die BlueMarket AG kann zwar offensichtlich Twitter halbwegs unfallfrei bedienen. Ganz unfallfrei sind deren “Botschaften” aber offensichtlich nicht. Jedenfalls liegt die Vermutung nahe, dass deren Kreativabteilung das Schicksal der Dinosaurier teilt: Sie sind seit Millionen Jahren ausgestorben.

Zum Glück hat die BlueMarket AG aber noch eine weitere frohe Botschaft im Header ihres Twitter-Accounts platziert:

Ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche …

Na, da sind wir aber gespannt, oder? Schauen wir also mal, wie man mit Twitter Geld verdienen kann.

Der Link führt zu einer einfach gestrickten Webseite, die “mehr Besucher und mehr Umsatz durch professionelles Twitter-Account-Management” verspricht. Boah ey, was es alles gibt. Da sind wir aber total begeistert! Denn - so meint zumindest unser Twitter-Spammer - es ist ja total ärgerlich, dass man Twitter-Profilen folgt, die dann so böse sind und einem einfach nicht zurückfolgen. Doch dagegen hat unser Twitter-Spammer ein “mächtiges Marketing-Tool” entwickelt: Den BlueMarket Entfolger.

Und dieses “mächtige” Hammer-Hyper-Super-Tool ist nicht einmal teuer, denn unser Bauernfänger möchte jedem seiner “Kunden die Möglichkeit geben den BlueMarket Entfolger zu nutzen und mehr Gewinn zu erzielen” - auch wenn er dabei ein Komma vergisst. ;)

Demnach kann man für schlappe 39,70 € dieses nutzlose Programm des Fragezeichen und Kommata vergessenden Spammers kaufen. Aber nur für “kurze Zeit”, denn so soll gleichzeitig noch durch Verknappung ein gewisser Vertriebsdruck aufgebaut werden. Wir gratulieren zu diesem hochseriösen Angebot.

Doch der Oberknaller ist der Screenshot dieses “mächtigen Marketing-Tools”, den wir hier inklusive des mächtigen Rechtschreibfehlers zeigen:

Ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche - ich twittere immer das Gleiche …

“Enfolge Benutzer” - ne, ist klar. Euch sollte man auch schleunigst “enfolgen”. Andererseits folgen wir Euch ja eh nicht und so sind wir gespannt, ob Ihr uns dank des “mächtigen Marketing-Tools” bald auch “enfolgen” werdet. Solltet Ihr uns “enfolgen” macht uns das auch total “enspann”.

Aber mal ganz im Ernst: Hier hat jemand Sinn und Zweck des Social Media Marketing irgendwie nicht verstanden. Und auch bei Twitter geht es nicht wirklich darum, möglichst viele Profile “einzusammeln” die einem dann zurückfolgen. Unser Tipp zum Thema “professionelles Twitter-Account-Management”: Den durch unsere fleißigen “Immer-das-Gleiche-Twitterer” angebotenen Quatsch braucht kein Mensch. In diesem Sinne noch ein fröhliches “Enfolgen”.

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Qype entwickelt sich zur Ätzbude

Ja, es stimmt: Die Überschrift ist etwas provozierend. Aber irgendwie spiegelt sie schon meine Meinung wieder. Worum geht’s? Das Portal Qype bietet Internet-Nutzern die Möglichkeit, ortsbezogene Angebote zu bewerten. Dies können Restaurants, Hotels, Cafés oder auch andere Unternehmen sein. Ist ein Unternehmen nicht bereits dort eingetragen, so haben Unternehmer die Möglichkeit, dort ein Profil für ihr Unternehmen anzulegen. Dies ist demnach so ähnlich wie ein kostenloser Branchenbucheintrag, weshalb wir diesem Portal auch schon einmal einen kleinen Artikel in unserem Magazin gewidmet haben.

Nun lebt ein Social Web Portal aber nun einmal von der Kreativität und Berichterstattung seiner User. Doch diesbezüglich entwickelt sich Qype mehr und mehr zum Handlanger der dort vertretenen Unternehmen und verliert damit eines der wichtigsten Merkmale des Social Web: Die Authentizität der von den Usern verfassten Einträge.

Dazu möchte ich ein Beispiel geben: Vor einigen Monaten war ich einmal privat in Bremen und habe aufgrund eines Berichts in einem Stadtmagazin im Restaurant Luv zu Abend gegessen. Nun mag es vielleicht sein, dass ich einen schlechten Tag erwischt habe, aber das, was ich dort geboten bekam, war mit weitem Abstand die schlechteste Leistung, die ich je in einem Restaurant erleben durfte. Nach einer Wartezeit von 1,5 Stunden (!) bekam ich ein fade schmeckendes und lediglich lauwarmes, dafür aber “sehr übersichtlich” arrangiertes und vollkommen überteuertes Häppchen vorgesetzt. Ja, und darüber hatte ich bei Qype berichtet, denn vielleicht interessiert es ja auch andere potentielle Restaurantbesucher, dass dort eine realistische Chance besteht, für sein gutes Geld mal so richtig verarscht zu werden.

Doch vor einigen Monaten erhielt ich dann eine E-Mail von Qype. Demnach sollte ich den Bericht entschärfen, sonst würde man ihn löschen. Nun ist es keineswegs so, dass ich dort Schimpfworte oder Ähnliches verwendet hätte. Es war halt lediglich ironisch formuliert. Qype war jedoch der Meinung, dass ein Stückchen Broccoli niemals “traurig” sein könne. Nun ja, klein war es auf jeden Fall. Immerhin: Nach Entfernung der ironischen Formulierungen durfte der Beitrag stehen bleiben.

Im Gegenzug lässt sich Qype nun etwas völlig Neues einfallen: Man nervt die User mit Newsletter-Spam. Seit der Übernahme des Unternehmens “Coole Deals”, einem Groupon-Klon, bekomme ich freundlicherweise jede Menge Produktangebote über das nun QypeDeals heißende Portal. Bestellt habe ich diesen Newsletter niemals. Und wie nennt man das, wenn einem sinnlose Produktwerbung ohne Einverständnis in den virtuellen Briefkasten flattert? Richtig! Das nennt man Spam. Qype ist also unter die Spammer gegangen.

Auch heute erhielt ich wieder solch eine Nachricht, die ich garantiert nicht haben wollte und die auch noch - wie peinlich für ein Internet-Unternehmen - etliche Programmierfehler enthielt:

“Lieber Qyper, liebe Qyperin,

diese Woche ist alles anders! Wir stellen Euch nämlich den <b>Qyper der Woche</b> gleich hier vor und rühren außerdem ein bisschen die Werbetrommel für dieses Projekt.
Seit etwa eineinhalb Jahren nämlich küren wir jede Woche einen Qyper oder eine Qyperin, der bzw. die sich besonders in der Community hervor getan hat. Sei es wegen der tollen Beiträge wegen großartiger Fotos, weil er oder sie in den Gruppen so schön diskutiert oder einfach, weil er/sie nunmal so beliebt ist. Es gibt viele Gründe, der Qyper der Woche zu werden.”

Wow. Wie ätzend ist das denn? Die spammen mich zu und können noch nicht mal sauber programmieren. Ich sag’s doch: Qype entwickelt sich zur Ätzbude. Denn man begibt sich auf das Niveau von Spammern und zensiert die User. Wir gratulieren. Liebe Qyper, Ihr habt das mit dem Social Web offenbar irgendwie nicht richtig verstanden. Und das als Social Web Unternehmen.

So, und deshalb bekommt Qype nun unsere Marketing-Banane, nachdem wir im Januar keine Banane vergeben haben. Denn da hatten wir so viel um die Ohren, dass wir kaum zum Bloggen gekommen sind. Und hier ist sie nun, die Marketing-Banane für Qype. Herzlichen Glückwunsch!

Die Marketing-Banane

Ach ja, und Pop-ups verwenden die bei Qype mittlerweile auch schon. Sagten wir nicht, dass Qype sich zur Ätzbude entwickelt?

Bildnachweis für das “Bananenbild”: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook


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Heute schreibt uns das FBI

Wow! Nicht zu fassen! Da hat sich doch tatsächlich heute das FBI bei uns gemeldet. Und das hochoffiziell, also per Spam-Mail. ;)

Ja, und da haben wir neulich noch über die Einfallslosigkeit der Spammer gelästert. Doch zwischen Viagra-Angeboten und anderem Quatsch hatten wir heute doch tatsächlich den folgenden Blödsinn in unserem Spam-Ordner. Und natürlich haben wir auch sofort geglaubt, dass irgendjemand sich unseren Fonds über $850,000.00 unter den Nagel gerissen hat. Obwohl wir noch gar nicht gemerkt haben, dass uns diese $850,000.00 fehlen. ;)

Und da man diesen Blödsinn auch als Nigeria Connection bezeichnet, hat das FBI natürlich auch direkt den nigerianischen Präsidenten persönlich beauftragt, uns unsere bislang nicht vermissten $850,000.00 zurück zu bringen. Aber lesen Sie selbst:

“Federal Bureau of Investigation (FBI)
Anti-Terrorist And Monitory Crime Division.
Federal Bureau Of Investigation.
J.Edgar.Hoover Building Washington Dc
Customers Service Hours / Monday To Saturday Office Hours Monday to Saturday:
Dear Beneficiary,

Series of meetings have been held over the past 7 months with the secretary general of the United Nations Organization. This ended 3 days ago. It is obvious that you have not received your fund which is to the tune of $850,000.00 due to past corrupt Governmental Officials who almost held the fund to themselves for their selfish reason and some individuals who have taken advantage of your fund all in an attempt to swindle your fund which has led to so many losses from your end and unnecessary delay in the receipt of your fund.

The National Central Bureau of Interpol enhanced by the United Nations and Federal Bureau of Investigation have successfully passed a mandate to the current president of Nigeria his Excellency President Good luck Jonathan to boost the exercise of clearing all foreign debts owed to you and other individuals and organizations who have been found not to have receive their Contract Sum, Lottery/Gambling, Inheritance and the likes. Now how would you like to receive your payment? Because we have two method of payment which is by Check or by ATM card?

ATM Card: We will be issuing you a custom pin based ATM card which you will use to withdraw up to $3,000 per day from any ATM machine that has the Master Card Logo on it and the card have to be renewed in 4 years time which is 2016. Also with the ATM card you will be able to transfer your funds to your local bank account. The ATM card comes with a handbook or manual to enlighten you about how to use it. Even if you do not have a bank account.

Check: To be deposited in your bank for it to be cleared within three working days. Your payment would be sent to you via any of your preferred option and would be mailed to you via UPS. Because we have signed a contract with UPS which should expire in next three weeks you will only need to pay $135 instead of $420 saving you $285 So if you pay before the three weeks 2011 you save $285 Take note that anyone asking you for some kind of money above the usual fee is definitely a fraudsters and you will have to stop communication with every other person if you have been in contact with any. Also remember that all you will ever have to spend is $135.00 nothing more! Nothing less! And we guarantee the receipt of your fund to be successfully delivered to you within the next 48hrs after the receipt of payment has been confirmed.

Note: Everything has been taken care of by the Federal Government of Nigeria, The United Nation and also the FBI and including taxes, custom paper and clearance duty so all you will ever need to pay is $135.

DO NOT SEND MONEY TO ANYONE UNTIL YOU READ THIS: The actual fees for shipping your ATM card is $420 but because UPS have temporarily discontinued the C.O.D which gives you the chance to pay when package is delivered for international shipping We had to sign contract with them for bulk shipping which makes the fees reduce from the actual fee of $420 to $135 nothing more and no hidden fees of any sort!

To effect the release of your fund valued at $850,000.00 you are advised to contact our correspondent in Africa the delivery officer John Will with the information below,

Email: hier-stand-die-e-mail-adresse-eines-durchgeknallten-spammers@yahoo.cn

You are advised to contact him with the informations as stated below:

1) Your full Name:
2) Home/Cell Phone:
3) Full Home address
4) Occupation:
5) Age:
6) Sex:

Preferred Payment Method (ATM / Cashier Check)

Upon receipt of payment the delivery officer will ensure that your package is sent within 24 working hours. Because we are so sure of everything we are giving you a 100% money back guarantee if you do not receive payment/package within the next 24hrs after you have made the payment for shipping.

Yours sincerely,
Miss Lawrence Story
FEDERAL BUREAU OF INVESTIGATION
UNITED STATES DEPARTMENT OF JUSTICE
WASHINGTON, D.C. 20535

Note: Do disregard any email you get from any impostors or offices claiming to be in possession of your ATM CARD, you are hereby advice only to be in contact with John Will of the ATM CARD CENTRE who is the rightful person to deal with in regards to your ATM CARD PAYMENT and forward any emails you get from impostors to this office so we could act upon and commence investigation.”

Oh Mann! Welche Drogen nehmen die denn? Und was bitte muss man geraucht haben, um auf solch einen Mist hereinzufallen? Wer sich auf solch einen Bockmist meldet, scheint jedenfalls keine klaren Bilder mehr zu sehen.

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook


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