Boah, wie wichtig!

Das Angebot der Jörg Haupt Management Consulting richtet sich überwiegend an Existenzgründer und mittelständische Unternehmen. Damit haben wir ein tendenziell eher bodenständiges Klientel, was ich persönlich auch bevorzuge. Auch ich mache einen Termin lieber in Jeans und T-Shirt als in Anzug und Krawatte.

Dennoch begebe ich mich natürlich gelegentlich auch auf Geschäftsreise. Wer das jhmc Blog aufmerksam liest, hat vermutlich schon den ein oder anderen Beitrag zu diversen Geschäftsreisen gelesen. Ja, und manchmal finden diese Geschäftsreisen auch per Flugzeug statt.

Bei diesen Gelegenheiten sieht man dann immer wieder eine Spezies Mensch, die offensichtlich einen Grad der Wichtigkeit erreicht hat, den ich scheinbar niemals erreichen werde. Selbst in den drei Minuten zwischen dem Einsteigen und Platznehmen im Flugzeug und der Durchsage des Bordpersonals „Boarding complete!“ schaffen es derart wichtige Menschen noch, schnell das Notebook aufzuklappen und … ja, was eigentlich?

E-Mails bearbeiten? Nicht wirklich, oder? Alleine das Hochfahren des Rechners, das Lesen der E-Mail und die sinnhafte Beantwortung beansprucht doch eigentlich mehr Zeit, als zwischen Einsteigen und Losrollen des Fliegers zur Verfügung steht. Dann bei der Ankunft das gleiche Spiel: Kaum hat der Flieger aufgesetzt, gehen die Handys an und es wird fleißig losgedaddelt. Sollten all diese Menschen wirklich so wichtig sein, dass sie permanent mit unaufschiebbaren Dingen konfrontiert werden? Sollten diese Menschen so wichtig sein, dass tausende Nachrichten in gerade einmal zwei Stunden Flugzeit angefallen sind?

Nun ja, manchmal bekommt man dann ja auch unfreiwillig solche wichtigen Telefonate mit: „Was machst Du gerade?“ – „Ich bin gerade gelandet.“ – „OK, wir telefonieren die Tage mal.“ – Hm, also einen wirklichen Inhalt scheint das Gespräch, das ich tatsächlich ungefähr so schon sinngemäß gehört habe, nicht gehabt zu haben. Aber es suggeriert natürlich, dass der Angerufene wirklich total wichtig ist.

Wenn ich es vermeiden kann, fliege ich auch gar nicht in Anzug und Krawatte. Dann sehe ich neben den Vieltelefonierern natürlich erst recht aus wie ein Bombenleger. Vermutlich deshalb haben die Sicherheitskräfte auf meinem letzten Flug meinen im Handgepäck befindlichen Kulturbeutel derart genau inspiziert. Und dann hatte sich dort auch noch ein Stilkamm hinenverirrt, von dem ich selber nicht mehr wusste, dass ich ihn besitze. Sowohl in Düsseldorf als auch in Paris wurde das gute Stück begutachtet, als könne man damit ein Flugzeug entführen. Ja, liebe Sicherheitskräfte: Mit solch einem Ding kann man sich tatsächlich die Haare kämmen. 😉

Zu den Vieltelefonierern und Schnellnochvordemstartdasnotebookaufklappern (tolle Wortschöpfung, oder?) passt ein Video, über das ich heute bei YouTube gestolpert bin. Und so wollen wir Sie also mit ein wenig Humor ins Wochenende entlassen. Viel Spaß!

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