Neuerdings bekommt man über XING jede Menge Kontaktanfragen. Nicht, dass das grundsätzlich schlimm wäre. Es kommt aber eben immer darauf an, wer einen weshalb zu seinen Kontakten zählt.
Und das geht nicht nur mir so. Auch Kollegen und Mandanten berichten davon, dass sie Kontaktanfragen bekommen, die so ähnlich lauten wie diese hier:
“Sehr geehrter Herr Haupt,
ich hatte Sie gefunden und daraufhin hatten Sie mein Profil besucht da es hier interessante Schnittmengen gibt würde ich mich freuen, wenn Sie mich zu Ihren Kontakten hinzufügen, vielleicht ergeben Sie ja Synergien und in naher Zukunft auch Kooperationsmöglichkeiten.
Beste Grüße aus (Wo auch immer)
(Hier stand einmal der Name)”
Nun gut, ich will ja nicht unhöflich sein. Also habe ich den Kontakt einfach mal bestätigt. Seitdem erhalte ich tolle Einladungen zu kostenlosen Webinaren. Gut, wenn das alle Jubeljahre mal vorkäme, dann wäre das ja noch OK. Aber irgendwie wird man damit regelrecht zugeschüttet.
In diesen Webinaren geht es zum Beispiel um das Thema: Wie man mit keinem Aufwand hunderttausende Neukontakte erreicht. Na, da sind wir ja begeistert. Und heute z.B. schrieb mich – wie auch gestern und vorgestern – wieder jemand an, da ich ja auch in der gleichen XING-Gruppe wäre und ach so ein interessantes Profil habe. Im Profil dieser Personen geht es ebenfalls um kostenlose Webinare:
“Erfahren Sie in diesem KOSTENLOSEN WEBINAR, wie man Blogs erfolgreich im Unternehmen einsetzt, sich darüber ein großes Netzwerk aufbaut und hohe Umsätze erzielt.”
Toll, dass ich das in dem kostenlosen Webinar erfahren darf. Übrigens, liebe Spammer: Wie man Blogs erfolgreich im Unternehmen einsetzt, das wissen wir. Wir beraten sogar unsere Mandanten zu diesem Thema.
Gut, vermutlich sind die vielen tausend Euro für denjenigen drin, der diese Bauernfängerei betreibt. Auch die Powerwebinar-Spammer, die neuerdings nerven, bewerben eigentlich nur ein Partnerprogramm in der Hoffnung, dass einige Euros aus der Fresskette für sie abfallen.
Nun ist ein Partnerprogramm an und für sich ja nichts Negatives. Vielmehr kann es durchaus geeignet sein, einer gut gemachten Webseite zu einigen Umsätzen zu verhelfen. Wenn man jedoch in einem auf Business fokussierten sozialen Netzwerk wie XING ständig von solchen Pseudo-Power-Webinar-Vertrieblern belästigt wird, dann nervt es irgendwann nur noch.
Immerhin beweisen die Aktivitäten dieser XING-Spammer, dass sich manche Zeitgenossen wirklich für nichts zu schade sind.
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