Rip-Deals – Nachricht von einem Betrugsopfer

Erst kürzlich habe ich im jhmc Magazin von Rip-Deals in der bargeldlosen Variante berichtet. Dabei versuchen die Rip-Dealer – in diesem Fall ein Betrüger, der sich Oliveira Cunha Antonio nennt – leider immer wieder mit Erfolg, Kapital suchende Geschäftsleute über den Tisch zu ziehen.

Heute erst meldete sich ein Geschädigter zunächst telefonisch und dann per E-Mail:

„Sehr geehrter Herr Haupt

Für das Gespräch von heute Nachmittag, möchte ich mich nochmals recht herzlich bedanken. Leider ist der angerichtete Schaden bei uns sehr gross und wird uns in die Insolvenz führen, sofern das Geld nicht rückgeführt werden kann.“

Der Unternehmer, ein Geschäftsmann aus der Schweiz, ist auf den angeblichen Herrn Oliveira Cunha Antonio hereingefallen und hat tatsächlich nach Unterzeichnung des im Bericht im jhmc Magazin hinterlegten „Darlehensvertrags“ 16.000 € auf das ihm genannte Konto überwiesen.

Ja, das Geld dürfte nun wohl weg sein. Denn die Überweisung ist nun schon vier Wochen her. Das „Darlehen“ ist natürlich nicht ausgezahlt worden. Und Herr Oliveira Cunha Antonio (was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit natürlich ein falscher Name ist) fühlt sich so sicher, dass er völlig cool weiterhin ans Telefon geht und sein Betrugsopfer hinsichtlich der Auszahlung Tag für Tag vertröstet.

Nun ja, irgendwann hatte der Schweizer Geschäftsmann keine Lust mehr, sich vertrösten zu lassen. Deshalb hat er Herrn Oliveira Cunha Antonio (oder wie auch immer) gegoogelt und stieß auf unseren Artikel.

Per E-Mail hat er mittlerweile alle mit dem Rip-Deal-Betrug in Zusammenhang stehenden Dokumente übermittelt und in der Tat: Es ist genau der gleiche Quatsch, den man auch uns geschickt hatte. Nur mit dem Unterschied, dass ich für das jhmc Magazin recherchiert habe – und der Schweizer Geschäftsmann betrogen wurde.

Was lernt man daraus? Es macht schon Sinn, die Akquise von Beteiligungskapital von Fachleuten begleiten zu lassen. Dem Schweizer Geschäftsmann habe ich derweil geraten, zur Polizei zu gehen und Strafanzeige zu erstatten. Außerdem soll er versuchen, die Transaktion rückgängig zu machen. Letzteres dürfte allerdings schwierig werden, da sich die Rip Dealer die Länder, in denen sie agieren, nicht von ungefähr aussuchen.

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