Ohne Smartphone leben – was alles passieren kann

Kennen Sie das auch? Man sitzt in einem Meeting, in einem Restaurant oder sonstwo und die Person gegenüber daddelt fortwährend mit dem Smartphone. Ja, in der Tat: Manche Menschen scheinen ohne ihr Smartphone geradezu hilflos und verlassen zu sein.

Aber die Versuchung ist ja auch groß: Irgendwer postet immer mal was auf Facebook, irgendwas ist immer los bei WhatsApp. Dabei ist die Lösung eigentlich ja ganz einfach: Man muss die Daddelkiste zwischendurch einfach mal abschalten.

Im Büro halte ich es z.B. so, dass Outlook nicht ständig läuft, da man sonst vor lauter E-Mail-Benachrichtigungen nicht mehr zum Arbeiten kommt. Schnell stellt man nämlich fest: Die meisten E-Mails sind völlig unwichtig.

Doch nun hat es auch mich erwischt: Mein gutes altes Tasten-Handy hat den Geist aufgegeben. Obwohl – eigentlich funktioniert es ja sogar noch. Das Problem ist nur, dass die Steckverbindung für das Ladekabel defekt ist. Na ja, kann ja nach 11 Jahren mal passieren.

Also habe ich mal meinen Mobilfunkanbieter angerufen und höflich nach den mir ja eigentlich viel öfter zustehenden Handys gefragt, die treuen Kunden für regelmäßige Vertragsverlängerungen doch eigentlich zustehen. Und siehe da: Tastenhandy ist nicht. Für den berühmten Euro zur Vertragsverlängerung gibt es nur noch Smartphones.

Ja, und so bin ich nun ebenfalls stolzer Besitzer eines tastenlosen Daddelgeräts mit angedockter Telefoniefunktion. Und obwohl ich als Unternehmensberater für Strategie, Marketing und Organisation natürlich bezüglich der Möglichkeiten der mobilen Kommunikation auch Mandanten berate, geht mir diese Daddelkiste tierisch auf den Wecker. Bislang nutze ich das Teil deshalb tatsächlich nur zum Telefonieren. Na gut, ich gebe es zu: Überwiegend zum Telefonieren. 😉

Aber eines ist sicher: Das Teil wird zwischendurch mal abgeschaltet. Denn das Leben findet ja nicht am PC, Tablet oder Smartphone statt. Und ich freue mich tatsächlich über echte Freunde und ein gutes Gespräch bei einem guten Abendessen mehr als über ein „gefällt mir“ irgendeines virtuellen Bekannten bei Facebook.

Dazu passt auch ein – leider englisches – Video, das ich heute gefunden habe. Und deshalb – Ironie des Schicksals – blogge ich hier nun über ein YouTube-Video und poste den Blogbeitrag dann gleich noch schnell bei Facebook, Twitter, XING, LinkedIn und Google+. Mal sehen, wie viele „Likes“ der Beitrag erhält. 😉

Ja, da kann man mal sehen, was einem alles passieren kann, wenn man das Smartphone mal abschaltet. 😉

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