Michael Ende ist unter die Spammer gegangen

Wir alle kennen den 1995 verstorbenen Schriftsteller Michael Ende vor allem als Autor von Büchern wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Momo oder Die unendliche Geschichte. Doch posthum macht der Kinder- und Jugendbuchautor nun eine zweite Karriere: Als Spammer.

Warum das? Ganz einfach: Der Spam, der heute in meinem Spamfach landete, kam von folgendem Absender:

Michael Ende [r.wild@m.nk-opt.com]

Das, was uns „Michael Ende“ dann schickte, war jedoch der gleiche alte Quatsch des angeblichen Adressverlags Glob – Contact, den wir hier schon öfter zitiert haben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Firma Glob – Contact bietet Ihnen personalisierte Adresskataloge deutscher Firmen sowie Unternehmen an.
Mit Hilfe unserer Datenbanken (opt-in) sowie Programmen Ihre Werbekampagne wird,
mit Verwendung des unseren Inhaltswechsel-Systems, zielgenau gerichtet und niemals als SPAM betrachtet.

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* NEUE * Emailadressenverzeichnis 2014 DE ( 1 150 000 ) – 249 EUR ( bis zum 02 Juli 2014 )
Gesamtpaket 2014 DE ( 160 000 ) – 209 EUR ( bis zum 02 Juli 2014 )
Gesamtpaket 2014 DE,AT,CH ( 240 000 ) – 299 EUR ( bis zum 02 Juli 2014 )
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(Hier stand mal die Domain der Spammer)

Adresskataloge beinhalten folgende Angaben: Name der Firma, E-mail-Firmenadresse,
Postanschrift der Firma (inkl. PLZ), Namen der Kontaktpersonen, Tel./Fax-Nr.
Ihre Kampagne koennen Sie per E-mail-Post bzw. mittels Fax vornehmen.

Wir laden auf unsere Webseiten ein:
(Hier stand mal die Domain der Spammer)

Michael Ende
G-Contact-Team

Na ja, solche Schwachmaten. Der arme Michael Ende wird sich vermutlich im Grab rumdrehen. Andererseits passt es ja dann irgendwie doch, denn Michael Ende hat ja schließlich Romane verfasst. Und ein Roman ist Fiktion – ebenso, wie ich es für Fiktion halte, dass das Schreiben der Firma Glob – Contact irgendetwas mit einem seriösen Angebot zu tun haben könnte.

Dann konnte man sich mal wieder aus einem Newsletter austragen, für den man sich niemals angemeldet hatte:

Wollen Sie keine Infos mehr über unsere Datenbanken erhalten, klicken Sie bitte den Link an und melden sich ab:
Wenn Sie unseren Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte hier (da war mal ein Link auf die Webseite der Spammer)

Natürlich sollte man nie auf diesen Link klicken um sich auszutragen. Aber das habe ich glaube ich schon öfter erwähnt. Bleibt nur noch abzuwarten, ob die nächste Spam-Mail von Jim Knopf kommt. 😉

Bildnachweis: Lizenzfreies Bild aus der Datenbank FreePhotosBank

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