Von Bloggern, Geschäftsreisen und Bloglesern

Derzeit komme ich recht selten dazu, neue Beiträge im jhmc Blog zu schreiben. Man sieht es daran, dass z.B. im April 2015 kein einziger Beitrag veröffentlicht wurde. Auch im Februar kam kein neuer Beitrag und im Januar und im März wurde jeweils nur ein einziger Beitrag geschrieben.

Das liegt nicht etwa daran, dass ich keine Lust mehr hätte, Blogbeiträge zu schreiben. Aber das jhmc Blog ist ja nun einmal das Blog meiner Unternehmensberatung und der Fokus einer Unternehmensberatung ist ja nun einmal nicht das Bloggen. Nein, ich lebe tatsächlich von den Projekten, die ich derzeit bearbeite und die mich aktuell sehr auslasten.

So waren mit meinen aktuellen Projekten zuletzt gleich mehrere Geschäftsreisen verbunden. Eine führte mich nach München, doch leider hatte ich nicht viel Zeit, mir auch etwas von der Stadt anzusehen. Nur am ersten Tag hatte ich etwas über drei Stunden Zeit. Gut, dass ich schon öfter in München war, denn so saß ich dann bei bestem Wetter überwiegend innen, da ich für einen Mandanten auf einer Messe war.

München 2015-04 001

Allerdings scheint es sich nicht bei allen Bloglesern herumgesprochen zu haben, dass eine Unternehmensberatung tatsächlich von der Unternehmensberatung lebt. Manche Zeitgenossen scheinen zu denken, dass man unendlich viel Zeit hätte, die man dann nutzt, sich an allerlei Verschwörungstheorien zu beteiligen.

So erhielt ich kürzlich einen handgeschriebenen Brief, der mit folgenden Worten begann:

Sehr geehrte Damen und Herren,

entschuldigen Sie bitte meine Verbesserung bezüglich Ihrer Anschuldigungen.

Aha, das versprach ja spannend zu werden. Denn erst aus dem weiteren Kontext konnte ich dann entnehmen, welche „Anschuldigungen“ ich denn so erhebe.

Die Gebrüder Pass sind nicht die Urheber und Betreiber von CUIYC Internet Service Inc. Ersparen Sie sich die Klage und sparen Sie sich Ihr Geld …

Na ja, ich muss zugeben, dass ich erst einmal die Suchfunktion unseres jhmc Blogs bemühen musste. Denn entgegen der Annahme mancher Blogleser habe ich tatsächlich nicht die Inhalte aller Artikel im Kopf, die ich seit Februar 2008 in diesem Blog verfasst habe. Und dass ich vorhätte, eine Klage zu erheben, war mir irgendwie gänzlich entfallen. 😉

Immerhin: Die Suchfunktion verriet mir, dass sich der freundliche Briefschreiber auf einen Blogartikel über Spam aus Panama City bezog. Und dann wird es richtig konspirativ: Anhand eines Zahlenspiels „beweist“ er einen angeblichen Urheber des in meinem Blogbeitrag zitierten Spams. Dieser Urheber ist eigentlich eine Urheberin, die im weiteren Verlauf dieses ulkigen Briefs als die Exfrau des freundlichen Verfassers vorgestellt wird. Diese hat dem freundlichen Briefschreiber zufolge staatliche Immunität erlangt und der Staat hat natürlich bereits versucht, unseren freundlichen Briefschreiber aus dem Wege zu räumen. Dazu kann ich den freundlichen Blogleser und Briefschreiber natürlich auch gerne anrufen doch Vorsicht: Sein Telefon wird natürlich abgehört.

Ne, ist klar. Für diesen Quatsch nimmt sich jemand die Zeit, einen handgeschriebenen Brief zu verfassen und diesen auch noch mit Anlagen zu versehen, die den ganzen Blödsinn beweisen sollen.

Also, liebe Leser: Die Jörg Haupt Management Consulting ist eine Unternehmensberatung. Das bedeutet, dass ich von Projekten lebe, die ich für Mandanten bearbeite. Und zwischendurch schreibe ich halt über alles, was so anfällt. Ich schreibe z.B. über Projekte und natürlich auch über Spam. Wahnwitzige Verschwörungstheorien interessieren mich dabei eher weniger. Aber immerhin habe ich herzlich über den Brief gelacht. 🙂

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