Vorschussbetrug: Der angebliche Nachlassverwalter Barrister Simon Gibbs

Heute Morgen hatte ich eine E-Mail von einem angeblichen Herrn Simon Gibbs mit der E-Mail-Adresse simgibss@gmail.com im Spamfach. Dabei handelt es sich wieder einmal um einen versuchten Vorschussbetrug. Die E-Mail lautet wie folgt:

Guten Tag,

Ich kontaktiere Sie, weil ich auf der Suche nach einem Partner bei der Realisierung eines Projekts bin. Ich bin Nachlassverwalter eines Klienten, der vor einiger Zeit ploetzlich verstarb und ein grosses Vermoegen hinterlies (£4.500,000.00 Million)Pfund Sterling, ohne ein Testament oder einen Erben zu hinterlassen. Es konnte auch nach intensiver Suche kein Erbe gefunden werden und nun steht das Vermoegen aufgrund des Bona Vacantia Gesetzes, Gefahr an den Staat zu gehen. Mein Klient,Maria Hartmann, war deutscher Abstammung und deshalb suche ich eine Person aus dem deutschsprachigen Raum, die ich als Erben einsetzen kann.

Mein Angebot waere folgendes: Ich erklaere Sie als den Erben des Frau Maria Hartmann (www.bonavacantialist.co.uk) und erhebe mit Irer Hilfe Anspruch auf das Vermoegen und fuer Ihre Zusammenarbeit gebe ich Ihnen 40% des Vermoegens.Da ich der Anwalt / Nachlassverwalter des Verstorbenen bin,ist es kein Problem die noetigen Dokumente innerhalb kurzer Zeit zu besorgen und diese der Treasury in Grossbritannien, bei der sich das Erbe derzeit befindet, vorzulegen. Kann ich keinen Erben benennen, geht das Erbe wie gesagt an den Staat und ist somit verloren, weshalb ich zu diesen Mitteln greifen muss.

Lassen Sie mich bitte wissen, ob Sie sich vorstellen koennen eine Transaktion dieser Art durchzufuehren. Ich moechte Sie ausserdem bitten, in dieser Sache diskret vorzugehen, wenn Sie interessiert sind, teilen Sie mir bitte Ihre vollstaendiger Name ,Vollstaendige Adresse,Telefon,Beruf und direkte Durchwahl (private Telefonummer) mit.

Bitte, antworten Sie mir auch, wenn Sie kein Interesse haben, damit ich meine Suche zuegig fortsetzen kann. Wenn Sie jedoch Interesse haben sollten, freue ich mich, jemanden gefunden zu haben, der mir bei der Ausloesung des Erbes hilft. Ich wuerde mich uber eine baldige Kontaktaufname vorerst per E-mail:(hannpeter1@gmail.com) freuen, da ich in dieser Angelegenheit immer mehr unter zeitlichen Druck gerate.

Mit freundlichen Gruessen

Barrister Simon Gibbs

So, liebe Vorschussbetrüger, welche E-Mail darf es denn nun sein? Die hannpeter1@gmail.com aus dem Text oder die simgibss@gmail.com, die als Absender gekennzeichnet ist? Und warum weiß der Spammer nicht, wie er wirklich heißt? Heißt er nun Simon Gibbs oder Barrister Simon Gibbs oder vielleicht doch Peter, wie die E-Mail-Adresse hannpeter1@gmail.com vermuten lässt?

Na ja, eigentlich ist das ja auch egal, denn der Spammer sitzt ja irgendwo in einem Land, in dem es mit der Rechtsverfolgung nicht so ganz einfach ist. Und deshalb heißt er auch garantiert nicht Barrister Simon Gibbs. Vielleicht hat er ja einen russischen, indischen, arabischen oder chinesischen Namen. 😉

Wie auch immer: Namen sind Schall und Rauch. Was aber feststeht ist, dass es sich hier um versuchten Vorschussbetrug handelt. Wer auf diesen Blödsinn antwortet, wird alsbald aufgefordert, eine Bearbeitungsgebühr oder Transaktionsgebühr zu überweisen. Und es soll ja tatsächlich Menschen geben, die dann auch zahlen – was offensichtlich ist, denn sonst würde es diesen Spam ja nicht geben.

In diesem Sinne: Ab mit dem Schreiben des werten Herrn Barrister Simon Gibbs in die virtuelle Ablage „P“. Denn dieser Quatsch gehört einfach nur in die Tonne.

Schreibe einen Kommentar