Identitätsdiebstahl und ungeahnter Familienzuwachs

Na sowas. Offenbar hat irgendein geistiger Tiefflieger einige meiner Blogbeiträge als Inspiration genutzt, um nun durch Kommentarspamming zu glänzen. Dabei nutzte er zunächst Google-Profile mit meinem Namen und erfindet nun jede Menge neue Verwandte. Gleichzeitig gibt er anderen Unternehmensberatungen aus der Region Krefeld schlechte Bewertungen und bewertet dann die Jörg Haupt Management Consulting mit 5 Sternen und hinterlässt schwachsinnige Kommentare wie „Beste Firma auf der Welt! Hier arbeiten Profis!“.

Offenbar will dieser Schwachmat also den Eindruck erwecken, dass wir mit unlauteren Methoden arbeiten würden. Zum Glück sind Spammer und ähnliche Knalltüten meist dann doch zu blöd zum Spammen, denn wie alle Spammer setzt auch dieser Spinner auf Masse statt Klasse.

Identitätsdiebstahl

Am Samstagabend, also am 19.08.2017, meldete Google, dass ich gleich fünf neue 5-Sterne-Bewertung hätte. Die erste Bewertung wurde tatsächlich von einem angeblichen Namensvetter geschrieben. Dies offenbar in der Absicht, den Anschein zu erwecken, dass ich mich selbst mit positiven Bewertungen bei Google versehen würde.

Ich muss schon sagen: Insbesondere die Bauhaus-Bewertung gefältt mir wegen ihrer unfassbaren Kreativität. Wenn ich das nächste Mal ins Bauhaus oder einen anderen Baumarkt komme, kann ich gerne mal einen Schraubenzieher mitbringen. Unser Spaßvogel darf sich gerne bei mir melden. Er bekommt dann den Schraubenzieher, um die Schraube festzuziehen, die er offensichtlich locker hat. 😉

Ein weiterer „Namensvetter“ kauft gerne im MediaMarkt und ist ebenfalls ganz begeistert von meiner Unternehmensberatung.

Das nächste von diesem Hirntoten angelegte Fake-Profil bewertet dann andere Unternehmensberatungen negativ und behauptet dann wieder, dass ich „der beste“ wäre. Lieber Spammer, mal abgesehen davon, dass Identitätsdiebstahl in Verbindung mit dem Erwecken des Anscheins, ich würde unlautere Wettbewerbshandlungen begehen, sicherlich die Strafverfolgungsbehörden interessieren wird, möchte ich doch Folgendes anmerken: „Der Beste“ ist ein nominalisiertes Adjektiv. Das schreibt man also groß!

Hier noch Teil 2 des oben angeschnittenen Fake-Profils. Denn wir wollen ja noch zeigen, dass ich tatsächlich „der beste“ bin. Was mir auch gefällt ist die äußerst glaubwürdie Wiederholung der negativen Bewertungen für unsere Wettbewerber mit dem per copy & paste eingefügten Kommentar „Leider bin ich vom Angebot enttäuscht, ist nurmeine Meinung!“. Da hat der Spammer doch glatt ein Leerzeichen vergessen. Na ja, vermutlich hatte er vor lauter Aufregung schon ein ganz feuchtes Höschen. 😉

Mit einem Kommentar beweist er jedoch echte Kreativität: „Ich esse gerne hier, weil ich gerne esse!“ Na so ein kleiner Scherzkeks. 😉

Immerhin erfahre ich noch, dass alle mich lieben. Wer hätte das gedacht? Dafür führt das nächste Fake-Profil neue Rechtschreibregeln bezüglich der Silbentrennung von Worten in die deutsche Sprache ein. Und ich wundere mich, denn da muss ja jemand unendlich viel Zeit und Langeweile haben. Schließlich kostet es ja Zeit, die ganzen Fake-Profile anzulegen und die Bewertungen zu schreiben. Na ja, wer solch einen Mist verzapft, hat offensichtlich keine Freunde und dann muss dieser bedauernswerte Mensch in Ermangelung sozialer Kontakte die Zeit ja schließlich irgendwie totschlagen.

Ein echtes Highlight ist natürlich auch noch das „Angeboz“ in der Bewertung der Beraterkollegen von der Forstwaldstraße. Offenbar kann unser spammender Soziopath wirklich nicht geradeaus schreiben. Und irgendwie ist die ganze Aktion ja auch ein trefflicher Spiegel seines allgemeinen Gemütszustands. Ich möchte nicht wissen, was dieser Typ alles geraucht haben muss, um sich selbst so vorzuführen. Kein Wunder, dass dieser Feigling in der vermeintlichen Anonymität des Internet agiert.

Ungeahnter Familienzuwachs

Nicht nur ich selber habe plötzlich ganz viele Google-Profile. Nein, auch meine Familie wird plötzlich immer größer. Bis Samstagabend wusste ich nämlich gar nicht, dass ich eine Verwandte namens Daniela Haupt habe. Gut, klar, diese spammende Dumpfbacke hat sie erfunden. Aber seit Samstagabend ist sie plötzlich da. Wir erfahren, dass sie in einem Vodafone Shop gut beraten wurde. Von anderen Unternehmensberatungen ist sie enttäuscht, ist aber bezüglich der Setzung von Kommata und der Verwendung der Konjunktion „dass“ etwas unterbelichtet. Dafür ist sie ganz begeistert von der Jörg Haupt Management Consulting.

Gestern Abend, also am 20.08.2017, hatte ich dann neuen Zuwachs in der Familie. Ich begrüße also Michael Haupt in meiner Verwandtschaft. Er ist offenbar etwas wortkarg, denn er kommentiert seine schlechte Bewertung für einen unserer Marktbegleiter nicht einmal. Aber auch er ist ganz begeistert von der Jörg Haupt Management Consulting.

Doch damit nicht genug: Ebenfalls am Sonntagabend fiel plötzlich mit Dieter Haupt ein weiterer Verwandter wie Manna vom Himmel. Auch er scheint schlechte Erfahrungen mit anderen Unternehmensberatungen gemacht zu haben, ist aber von der Jörg Haupt Management Consulting unendlich begeistert. Ich frage mich nur, woher er das eigentlich wissen will.

Wiederum zeigt sich, dass die Spammer zu blöd zum Spammen sind. Denn je mehr solcher Profle derartige Fake-Bewertungen schreiben, desto unglaubwürdiger wird die ganze Aktion. Sollte unser Freund also geplant haben, den Anschein zu erwecken, ich würde Wettbewerbsunternehmen schlecht bewerten und mein eigenes Unternehmen mit positiven Bewertungen versehen und somit also unlautere Wettbewerbshandlungen vornehmen, so macht die Masse der Fake-Profile das Szenario unglaubwürdig.

Meldung an Google wegen Missbrauchs und Strafanzeige wegen Identitätsmissbrauchs und Vortäuschung unlauterer Wettbewerbshandlungen

Kommen wir nun zum ernsteren Teil dieses Blogbeitrags: Selbstverständlich wurde dieser Schwachsinn weder durch mich durchgeführt, noch durch mich veranlasst. Ich habe Google den Missbrauch bereits gemeldet und auch Strafanzeige erstattet. Vgl. dazu den folgenden Abschnitt des Artikels Cyber Mobbing in der Wikipedia:

Cyber-Mobbing ist in Deutschland kein eigener Straftatbestand. Allerdings sind einzelne Formen von Cyber-Mobbing strafbar und können Gegenstand zivilrechtlicher Ansprüche sein (etwa Unterlassung und Schadenersatz). In Betracht kommen insbesondere Beleidigungsdelikte (Straftatbestände der §§ 185 ff. StGB), Delikte betreffend Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§§ 201 ff. StGB), Straftaten gegen die persönliche Freiheit (§§ 232 ff., insbesondere § 238 StGB (Nachstellung)), Verletzungen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG), des Rechts am eigenen Namen (§ 12 BGB), des Rechts am eigenen Bild (§ 22 ff. KUG) oder des wirtschaftlichen Rufs (§ 824 BGB). Im Fall von Mobbing im geschäftlichen Bereich kommen auch Ansprüche aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in Betracht.

Ich dstanziere mich von den oben zitierten Einträgen und weiteren, die möglicherweise noch folgen werden. Niemals würde ich Wettbewerber öffentlich diskreditieren oder Dritte dazu anstiften. Offensichtlich versucht hier jemand, meinem Unternehmen und meinem Ruf durch öffentliche Verunglimpfung einen Schaden zuzufügen.

Und dann die Frage: Was soll das und wer macht so etwas?

Ja, wer macht so etwas und warum? Irgendwie stelle ich mir solche Typen ja als leicht unterbemittelt vor. Klar, das bedeutet nicht unbedingt, dass sie dumm sind. Aber irgendwie gestört sind sie mit Sicherheit. Unterbelichtet eben.

Vielleicht ist es ja einer der Spammer, über die ich immer so nette Beiträge schreibe. Denn die ganzen Formularbetrüger und Rip-Dealer freuen sich sicherlich sehr über meine Blogbeiträge. Oder es ist jemand, der auch sonst nicht ganz koscher ist. Kürzlich habe ich noch einen Beitrag über solch einen Typen geschrieben und ich habe ihn tatsächlich bei Dingen erwischt, über die ich hier lieber nicht öffentlich schreibe. Und irgendwie würde die ganze Aktion sogar zu ihm passen. Wer weiß das schon?

Eins weiß ich aber genau: Dieser spinnende Spammer (oder wahlweise auch spammende Spinner) hat wirklich einen an der Waffel.

Bildnachweis: Das hübsche Verbrecherfoto stammt von Pixabay und unterliegt der Pixabay CCO Creatice Commons Lizenz.

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