Thomas Schmidt, Lotto Faber und andere Spammer

Das Jahr hat arbeitsreich begonnen und auch die Spammer sind natürlich schon wieder fleißig. Wie eh und je erfreuen uns die Spammer mit sinnfreien Angeboten. Dabei hoffen sie auf den einen Dummen, der bekanntlich jeden Morgen irgendwo aufsteht und den es zum Zwecke des Betrugs oder des Ausspähens von Passwörtern zu finden gilt.

Auch heute Morgen hatten wir bereits eine erstaunliche E-Mail-Flut im Spam-Fach: Die Spam-Ausbeute am Dienstagmorgen, den 23.01.2018: Thomas Schmidt wirbt für Neukundengewinnung und Oxana Muenz nervt mit Tarifen für die private Krankenversicherung. Und auch Lotto Faber schickt wöchentlich seinen Spam. Gut, zugegeben: Lotto Faber schickt seinen Mist natürlich per Briefpost und nicht per E-Mail. Aber die machen das ebenfalls unaufgefordert und ungebeten. Letztlich ist das also auch Spam. Und es nervt mindestens ebenso wie der E-Mail-Spam.

Doch zurück zu Thomas Schmidt, der heute Morgen richtig fleißig ist: Ja, das ist schon sehr glaubwürdig, wenn die Spam-Mail im Minutentakt eintrudelt:

Gut, zugegeben: Da sitzt natürlich niemand und verschickt diesen Mist einzeln. Das wird automatisch generiert. Und damit man die E-Mail-Adresse nicht so einfach blocken kann, schreiben die Spammer unter ganz vielen E-Mail-Adressen:

So, und was schreibt uns unser lieber Thomas Schmidt in seinen gefühlt 20.000 E-Mails? Na was wohl? Natürlich schreibt er immer den gleichen Quatsch. Und nun denken Sie bloß nicht, ich hätte die Anrede aus Versehen nicht mitkopiert. Individuell, wie Spammer ihren Spam nun einmal gestalten, haben sie auf die Anrede gleich verzichtet.

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MfG
GLB – Contact-Team.
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Na wunderbar. Wer da etwas bestellt und noch Geld dafür bezahlt, ist wirklich selber schuld. Dieser Mist von Thomas Schmidt und seinem ominösen GLB – Contact-Team gehört ebenso in die Tonne wie die weiter oben zitierte Spam-Mail von Oxana Muenz mit ihren Tarifen für die private Krankenversicherung. Ich frage mich wirklich, ob tatsächlich jemand auf die tolle Idee kommen kann, sich wegen einer Krankenzusatzversicherung oder ähnlichen Leistungen ausgerechnet an die Spammer zu wenden.

Und weil ich diese Briefpost-Spammer weiter oben ebenfalls erwähnt habe: In den letzten Wochen und Monaten habe ich eine gefühlte Million Briefe von Lotto Faber bekommen. Zum Teil schicken die zwei oder drei Mal in einer Woche den gleichen Quatsch. Meistens werfe ich den Mist ungeöffnet in die Tonne und denke mir dabei, dass dieser Glücksspiel-Quatsch echt ein Riesen-Geschäft sein muss, wenn es sich lohnt, derart häufig die halbe Republik mit diesem Unsinn zuzumüllen.

Auch frage ich mich oft, wie wohl die Öko-Bilanz von Lotto Faber aussehen mag, wenn man Woche für Woche derart viel Papier-Müll produziert. Alleine den CO2-Ausstoß für den Transport dieses tonnenweise verschickten Werbemülls möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen. Manchmal denke ich deshalb, es wäre gar nicht schlecht, wenn Lotto Faber ebenso wie die anderen Spammer E-Mails verschicken würde. Im Gegensatz zu meinem Briefkasten und dem dort immer wieder eintrudelnden Werbemüll hat Spam per E-Mail nämlich einen Vorteil: Man kann unerwünschten Bockmist direkt rausfiltern lassen. Den Spam aus dem Briefkasten muss ich dagegen leider immer händisch entsorgen. 😉

Bildnachweis: Screenshots der Spam-Mails und Pixabay CCO Creative Commons – Bild 1Bild 2

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