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Archiv der Kategorie Aus den Nachrichten

Paul hat wieder recht gehabt

Ist es zu fassen? Wieder einmal hat der orakelnde Krake Paul recht gehabt: Deutschland wurde Dritter und Spanien Weltmeister der Fußball-WM 2010. Ja, hier stellt sich nun wirklich die Frage: Wie macht er das nur? Ist es alles nur Zufall? Oder versteht er mehr vom Fußball als alle vermeintlichen und echten Experten zusammen? Oder ist es gar besser, sozusagen als vollständiger Fußball-Laie die Vorhersagen gänzlich unbelastet abzugeben?

Nun, wir wissen es nicht. Eines aber wissen wir ganz bestimmt: Dies ist eine der genialsten viralen Kampagnen, die wir je gesehen haben. Pauls Arbeitgeber, das Sea Life Centre in Oberhausen, hat jedenfalls eine riesige mediale Präsenz entwickelt - und das mit minimalen Kosten. Jede Wette: Paul wird sicherlich noch öfter in Erscheinung treten.

Dabei fragt es sich, ob er seine seherischen Fähigkeiten in Zukunft auf andere Fachbereiche ausdehnen wird. Denn zunächst hatte er ja nur für die Spiele mit deutscher Beteiligung orakelt. Doch Paul zeigte sich lernfähig und sagte dann auch noch das Ergebnis des Endspiels richtig voraus. Ergo müsste man ja nun zumindest theoretisch diese Leistung auch auf andere Disziplinen transferieren können.

Interessant wäre es in diesem Zusammenhang z.B. zu wissen, welche Entwicklungen die Finanzkrise im weiteren Verlauf nehmen wird. So könnte man doch einmal jeweils eine Muschel in einem Glas mit einer isländischen und einer griechischen Fahne verstecken. Analog zu den Ergebnissen der Fußball-WM müsste man dies so interpretieren, dass dasjenige Land, dessen Muschel gezogen wird, die Finanzkrise übersteht. Das nicht gezogene Land hingegen …

Nun ja, wie auch immer. Ganz ohne Paul haben wir aber noch etwas sehr interessantes im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft entdeckt. Nämlich eine Webseite, die vermutlich ebenso wie Pauls Arbeitgeber Sea Life ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfahren haben dürfte als gewöhnlich:

Gemeint ist die Webseite des FinanzFachhandel Bundesverband e.V. - denn diese ist unter www.fifa.de erreichbar. Und wir würden nun zu gerne einmal wissen, wie viele Hits die Seite in den letzten Tagen hatte, weil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Tausende auf der Suche nach aktuellen Informationen zur WM mal eben auf der Webseite der FIFA vorbeisurfen wollten, aber statt der Endung .com die Endung .de eingegeben haben.

Ob Paul das auch schon gewusst hat?

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter

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Was für ein Tag!

Was für ein Tag! Als das heutige Spiel von Deutschland gegen Ghana angepfiffen wurde war für uns gerade erst Feierabend. Denn da kamen wir aus dem Büro eines Mandanten, den wir hinsichtlich der Beratungsfelder Strategie, Marketing und Organisation betreuen. Immerhin: Der Kunde sitzt in Essen und wir haben weder die A 40 noch die A 57 jemals so leer erlebt. Na ja, ein klassisches Schicksal im Projektgeschäft.

Der Magen hing am Boden - also schnell noch bei einem der bekannten Schnellrestaurants mit dem großen gelben M im Logo vorbei. So leer habe ich es dort auch noch nie erlebt. Pünktlich zur zweiten Halbzeit war ich dann zurück. Glück gehabt, es hat für das Achtelfinale gereicht. Nun ist draußen ein Krach, als hätte Deutschland bereits das Finale gewonnen. Da kann der Sprit noch so teuer sein: Nach solch einem Spiel fühlen sich etliche Mitbürger berufen, hupend durch die Stadt zu fahren. Immerhin: Das zur Schau gestellte geradezu südländische Temperament passt zum heutigen Wetter.

Schnell noch die E-Mails abgerufen: Im Spam-Fach befindet sich eine lustige E-Mail die behauptet, von Paypal zu sein. Sehr individuell in der Ansprache schreibt man uns:

“Lieber Kontoinhaber,

Ihr Konto wurde vorübergehend gewesen.
Zum Entfernen der Beschränkung klicken Sie bitte hier.

Thank You”

Wow! Das ist ja wirklich gaga! Solch eine zweisprachige Mail we believe sofort. Das ist so beautyful and vollkommen seriös, isn’t it? Also wirklich: Sollte da noch jemand drauf reinfallen, dann verdient er es auch nicht besser. Und jetzt gönnen wir uns den wohlverdienten Feierabend.

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Die deutschen Tore in Lego

Vor einiger Zeit haben wir zufällig ein Video bei YouTube gefunden, über das wir uns köstlich amüsiert haben. Denn dort wurden bekannte Filmszenen mit Lego nachgestellt und mittels der sogenannten Stop-Motion-Technik animiert. Stop Motion beschreibt eine Technik, bei der Filme aus einzelnen unbewegten Bildern zusammengesetzt werden. Dabei wird jedes Bild geringfügig verändert, so dass am Ende eine Bewegung entsteht.

Ja, und solch einen Film haben wir heute ebenfalls mal wieder entdeckt: Ein fleißiger Fußballfan hat sich nach dem Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Australien hingesetzt und alle vier deutschen Tore inklusive der Wiederholungssequenzen in Lego nachgestellt und mittels Stop-Motion-Technik animiert. Den so entstandenen Film hat er dann mit dem Originalton der TV-Reportage hinterlegt.

Ja, daran merkt man, dass Lego wirklich Kult ist. Erst recht auf YouTube, wo eine fleißige Fangemeinde immer neue animierte Legofilme veröffentlicht.

Viel Spaß also mit dem folgenden Film, der den vielversprechenden WM-Auftakt zum Klang der Vuvuzelas noch einmal aufleben lässt - in Lego.

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Public Viewing

Heute war ich auf einem XING-Treffen. Dieses fand heute in Krefeld statt und da wir ja nun doch endlich so etwas ähnliches wie Sommer haben wurde auch die Außengastronomie in Anspruch genommen.

Nun war es ja bei uns relativ ruhig, denn XING ist ja ein Business-Netzwerk. Zwar wurden überwiegend private Gespräche geführt, aber das Treffen einer Gruppe aus dem XING-Netzwerk sollte eben nicht unbedingt gleich einen Party-Charakter haben.

In der Außengastronomie gleich auf der anderen Straßenseite jedoch war ein großer Fernseher aufgebaut, um der heute beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft Rechnung zu tragen. Public Viewing sagt man ja so schön neudeutsch dazu. Ja, und auch ich muss gestehen, diesen Begriff nicht wirklich hinterfragt zu haben. Der Begriff tauchte irgendwann in den Medien auf, wurde überlesen und somit abgehakt.

Das jedoch ist allerdings schade, denn auf besagtem XING-Treffen wurde ich darauf aufmerksam gemacht, was Public Viewing denn wirklich heißt. Schaut man sich also zunächst einmal an, wie Public Viewing vor sich geht, dann steht ein großer Fernseher in einem öffentlichen Raum. Demnach müsste es aber eigentlich Public Watching heißen, denn es heißt ja nicht “view television” sondern “watch television”.

Was aber bitte ist dann Public Viewing? Nun ja, auf jeden Fall ist es ein treffendes Beispiel für die unscharfe Übernahme englischer Worte in unser neudeutsches denglisch. Ähnlich wie das schöne Wort “Handy”, das es ja im Englischen ebenfalls nicht gibt. Gut, Public Viewing gibt es im Englischen durchaus. Dort hat es nur nichts mit Fußball, Fernsehern und Biergärten zu tun. Da bedeutet es die öffentliche Aufbahrung einer Leiche. Gut, dies könnte man immerhin noch auf die im Turnier unterlegene Mannschaft beziehen. Dennoch finden wir es schon interessant, welche Wortschöpfungen Eingang ins Umgangsdenglisch finden.

In diesem Sinne ein fröhliches Public Watching. ;)

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