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Archiv der Kategorie Aus den Nachrichten

Ist Microsoft Streetside beliebter als Google Street View?

Kürzlich konnte man es in der Zeitung und natürlich auch in diversen Nachrichten-Portalen lesen: Gegen Microsoft Streetside wurden bislang 40.000 Widersprüche eingelegt. Zum Vergleich: Als Google Street View mit seinen Kamerawagen unterwegs war, hat es noch 244.000 Widersprüche gehagelt. Ist Microsoft Streetside demnach beliebter als Google Street View?

Nun, wir glauben, dass das nicht der Fall ist. Wir glauben eher, dass Google Street View ins Kreuzfeuer der Medien geriet, da Google als erster mit einem derartigen Dienst ans Netz ging. Das Nachahmerprodukt von Microsoft interessiert vermutlich deshalb niemanden, weil das Thema “Einspruch gegen die böse Internet-Straßenkamera” mittlerweile nachrichtentechnisch völlig ausgelutscht ist.

Außerdem: Ist es wirklich so schlimm, dass man einen Straßenzug im Internet sehen kann? Über Google Maps bzw. Google Earth hat sich kein Mensch aufgeregt, obwohl man mit diesen Diensten per Satellit in jeden Hinterhof schauen kann.


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Bleibt also noch der Aspekt Datenschutz. Doch auch hier ist fraglich, warum sich manche Internet-Nutzer derart anstellen, wo sie doch ansonsten ihr halbes Leben im Social Web ausstellen: Die Bilder vom Jungesellenabschied bei Flickr, die ob des angetrunkenen Zustands der Protagonisten ein gefundenes Fressen für jeden Personalverantwortlichen sind. Oder Nachrichten wie diese, die man zuhauf bei Facebook findet: “Bin gut im Urlaubshotel angekommen!”. Super! Da könnte man auch direkt schreiben: “Liebe Einbrecher! Meine Bude steht leer! Einmal Ausräumen bitte!”

Oder haben Sie, liebe Leser, schon einmal Menschen beim Telefonieren mit dem Handy beobachtet (Achtung, rhetorische Frage ;) )? Manche brüllen derart ins Telefon, dass man meint, Sie wollten die Nachricht per Schallwelle transportieren. Die gesamte Umgebung erfährt so ungewollt, dass die Oma Gallensteine hat, die beste Freundin im neuen Kleid fett aussieht und der neue Lover Erektionsprobleme hat.

Ne, ist klar. Bereitwillig wird für ein paar billige Werbegeschenke bei Paypal das gesamte Einkaufsverhalten offengelegt. Fast der gesamte letzte Urlaub ist bei YouTube zu sehen und bei Twitter wird die Geburt des Sohnes gepostet, damit alle Pädophilen Bescheid wissen. Nur die Ansicht des Hauses bei Google Street View - das geht gar nicht. Wahrlich: Die Diskussion um den Datenschutz treibt gar merkwürdige Blüten.

Aber ich muss ja nicht immer alles verstehen, oder?

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Beteiligungskapital für eine geheime Idee. Amen!

In der doch schon etwas längeren Zeit, in der wir nun schon unterschiedlichste Unternehmen beraten haben, haben wir schon viele gute, aber auch sehr viele sehr merkwürdige Geschäftsideen kennen gelernt. Auch war manch ein Gründer, der vielleicht eine gute Idee hatte, mitunter leider nicht in der Lage, diese umzusetzen, weil er sich beispielsweise auf dem Weg zur Gründung verzettelte.

Wir haben etliche Businesspläne geprüft oder auch an deren Erstellung mitgewirkt. Und auch wenn manches, was einem manch ein Gründer übermittelt, die Bezeichnung Businessplan nicht wirklich verdient, so erfährt man doch meistens, worum es bei der Gründung eigentlich gehen soll. Und klar: Wenn wir die Erstellung des Businessplans begleiten, dann erfährt der geneigte Leser es in jedem Fall.

Nun ja, wenn man mit einem Businessplan zu einem Investor oder auch zu einer Bank geht, dann interessiert es die Geldgeber ja auch, wofür sie ihr Geld geben sollen. Oder eben offenbar auch nicht, wie das folgende Beispiel zeigt. Denn da haben doch tatsächlich neulich ein paar ganz Mutige in eine streng geheime Geschäftsidee investiert.

Zwei Millionen Dollar hat ein Berliner Gründerteam dafür eingesammelt, dass es eine nicht näher benannte Idee umsetzen möchte. Diese soll besser als Pornografie sein - so steht es zumindest auf der Webseite des Start-ups in der Rubrik mit den Stellenangeboten. Außerdem verheißt die “Amen” genannte Plattform, dass es sich um den besten Platz der Welt handeln soll, wenn es um eine eigene Meinung geht.

Woher wir die frohe Botschaft von “Amen” haben? Ganz einfach: Wir haben sie neulich beim Stöbern durch unseren Nachrichten-Aggregator in den vdi nachrichten gefunden. Hier der Screenshot der Meldung:

Beteiligungskapital für eine geheime Idee. Amen! (1)

Nun ja, wir sind jedenfalls gespannt, was aus der besten Idee der Welt am besten Platz der Welt für die eigene Meinung am Ende wohl wirklich wird. Ebenso sind wir gespannt, ob es richig von den Investoren war, auf ein Gründerteam zu setzen, dass sich zwar durchaus seine Sporen im IT- und TK-Business verdient hat, es umgekehrt aber offenbar nicht für notwendig erachtet, seinen Geldgebern mitzuteilen, was mit dem Geld denn da Schönes entwickelt werden soll.

Na ja, solange es funktioniert, Leuten auf eine solche Art Geld aus dem Kreuz zu leiern… Wir raten Gründern dennoch nicht zur Nachahmung. ;)

Ach ja, noch was: So sieht der weltbeste Platz für die eigene Meinung am 2.8.2011 aus. Mal sehen, was das wird, wenn es fertig ist. Dem Screenshot nach zu urteilen ist das vermutlich interpretatorisch freigestellt.

Beteiligungskapital für eine geheime Idee. Amen! (2)

In diesem Sinne: Amen!

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Star Wars VW-Werbung & Greenpeace: Das Imperium schlägt viral zurück

Beispiele aus der Praxis eignen sich immer hervorragend, die Funktionsweise des viralen Marketing zu erklären. Dies erst Recht, wenn prominente Marken im Spiel sind. Dieses Mal geht es um Star Wars, Volkswagen und Greenpeace.

Gut, zugegeben. Das Thema Star Wars haben wir bereits einmal in einem Beitrag behandelt. Damals ging es um das virale Marketing im Todesstern Stuttgart. Doch auf das folgende Thema kamen wir, als wir gestern noch ein wenig bei videowebtv24.de “herumgezappt” haben. Dabei lässt sich jetzt schon sagen: Da wir auf das Thema durch einen redaktionellen Nachrichtenbeitrag gekommen sind, kann man davon ausgehen, dass zumindest bei Greenpeace die Sache mit dem viralen Marketing zu funktionieren scheint.

Zum Hintergrund: Vielen von Ihnen, liebe Leser, dürfte das von Star Wars inspirierte Volkswagen-Werbevideo bekannt sein. Immerhin: Da man es bei YouTube finden kann, verbreitet sich das zugegebenermaßen auch witzig gemachte Video viral über das Internet.

Dieses Video greift nun Greenpeace im Rahmen einer eigenen Kampagne auf. In einer Parodie wird der Volkswagenkonzern medial angegriffen. Die Botschaft: VW arbeitet vehement gegen die europäischen Klimaziele und stellt eine der am wenigsten umweltfreundlichen Flotten her. Sagt zumindest Greenpeace. Wir können diese Aussage auf die Schnelle natürlich nicht belegen. Aber wir wollen das einfach einmal glauben. Und hier ist das passende Video dazu.

Greenpeace nutzt eine eigens erstellte Webseite, das Mittel der Parodie sowie Social Media zur Verbreitung der Botschaften. Klar, dass das funktioniert, da das Video originell ist und eine überdies sehr beliebte Kampagne eines großen Konzerns verballhornt.

Immerhin: Greenpeace meint, es gäbe Hoffnung. Noch sei nicht alles verloren und es stecke Gutes in Volkswagen. Und deshalb schiebt man direkt das folgende Video hinterher.

Was wir wiederum sehr interessant finden: Wir haben die Greenpeace-Videos nicht in deutsch gefunden. Auf niederländisch dagegen schon. Auch eine französische, schwedische und dänische Version gibt es. In die deutsche Webseite wurde dagegen einfach das englische Video eingebaut. Offenbar ist den Grünfrieden demnach einer der weltweit wichtigsten europäischen Zielmärkte bezüglich ökologisch optimierter Produkte nicht einmal eine eigene Sprachversion wert. ;)

Aber kein Problem, denn noch gibt es Hoffnung. Auch in Greenpeace steckt Gutes. Und in Volkswagen natürlich auch. ;)

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Nachfolger für Krakenorakel Paul

Hatten wir nicht prophezeit, dass Paul bei der nächsten WM zwecks viraler Kampagne wieder auf der Bildfläche erscheint? Und tatsächlich: Pünktlich zur Frauen-Fußball-WM ist Paul wieder da. Na ja, fast. Denn bekanntlich ist Paul zwischendurch verstorben. Wäre Paul ein Mensch gewesen, so würde man wohl sagen: Paul hat sich steuerfrei gemacht.

Nicht nur Unternehmen brauchen demnach gelegentlich einen Nachfolger. Doch während unsereiner sich bei der Suche nach einem Nachfolger für ein Unternehmen richtig ins Zeug legen muss, kann es sich das Sea-Life Centre ganz schön einfach machen: Denn Original-Paul erhielt ein Denkmal im Sea-Life Oberhausen. Und als Nachfolger wurde einfach ein anderer Krake ins Aquarium gesetzt.

Nun war Fußball-Paul aber für das Unternehmen Sea-Life Centre eine mehr als nur gelungene virale Kampagne. Schließlich benötigte man ja außer einigen Einmachgläsern, Muscheln und Journalisten nicht wirklich viel, um eine gigantische Berichterstattung loszutreten, die zudem über das Social Web erheblich verstärkt wurde. Da war es fast klar, dass Paul einen Nachfolger haben würde.

Und tatsächlich: Gleich in allen deutschen Sea-Life-Standorten wurde nun der Octopus-Orakel-Wettbewerb ausgerufen. Das Medienspektakel war damit garantiert - vgl. das folgende Video.

So, und jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Pauls Nachfolger den Fußball-Mädels wohlgesonnen sind. :)

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