Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Strategie.

Calendar
Februar 2012
M D M D F S S
« Jan    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Archiv der Kategorie Strategie

Es ist wieder Wacken

Es ist wieder Wacken. Ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein ist an diesem Wochenende der Nabel der Heavy-Metal-Welt. Denn auf den abgeernteten Äckern der Gemeinde findet mit dem Wacken Open Air das laut Veranstaltern größte Heavy Metal Festival der Welt statt.

Für die kleine Gemeinde Wacken mit ihren (laut Wikipedia) gerade einmal 1.822 Einwohnern ist das natürlich eine gewaltige logistische Herausforderung, aber auch ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. So soll beispielsweise der ortsansässige Edeka-Markt (ebenfalls laut Wikipedia) ein Drittel seines gesamten Jahresumsatzes an den drei Festivaltagen machen. Und auch die Gastrononie freut sich über den durch zehntausende durstige Kehlen generierten Mehrumsatz ebenso wie die ortsansässige Sparkasse, die nicht nur mit mobilen Geldautomaten die Festivalbesucher mit Bargeld versorgt, sondern auch eine co-gebrandete Wacken-Prepaid-Kreditkarte, die “Wacken Card” herausgibt.

Darüber hinaus ist das Wacken Open Air ein gutes Beispiel dafür, wie man sich erfolgreich in einer Marktnische positionieren kann. Denn aus bescheidenen Anfängen ist in nur 20 Jahren ein bedeutendes mittelständisches Unternehmen entstanden.

Als im Jahre 1990 das erste Wacken Open Air stattfand, kamen gerade einmal knapp 800 Besucher, um 6 Bands zu sehen. Der Achtungserfolg bewog die Initiatoren, ein zweites Festival aufzulegen, zu dem bereits 1.300 Besucher kamen. Im Jahre 2010 war das Festival auf 123 Bands, 82.500 Teilnehmer und 75.000 zahlende Besucher angewachsen. Ähnliche Wachstumsraten würden bei jedem Venture Capital Manager Freudentränen hervorrufen.

Dabei gab es im Jahr 1990 natürlich schon etliche Musikfestivals. Nur: Diese waren eben nicht auf Heavy Metal spezialisiert. Doch mit der Spezialisierung auf den Teilmarkt Heavy Metal hatte man offenbar den Nerv der Zielgruppe getroffen. Und diese Zielgruppe ist überwiegend sehr zahlungskräftig und weist im Vergleich zu anderen Musik-Teilmärkten eine signifikant erhöhte Preisbereitschaft hinsichtlich des Erwerbs von Tonträgern oder Fanartikeln sowie des Besuchs von Konzerten auf. Es ist demnach eine fast logische Konsequenz, dass sich die Marktabdeckungsstrategie der Spezialisierung auf diese lukrative Zielgruppe auch ökonomisch auszahlte.

Geht man von 75.000 Festivalbesuchern und einem Ticketpreis von 120,00 € aus, so werden allein über die Eintrittsgelder 9 Mio. € umgesetzt. Hinzu kommen Einnahmen aus Fanartikeln oder Medienpartnerschaften. Es gibt ein eigenes Festival-Bier und es wird versucht, das Branding auf andere Festivals übertragen.

Eingefleischte Fans kritisieren diese Kommerzialisierung. Andererseits kann ein solches Festival natürlich nur dann stattfinden, wenn es sich betriebswirtschaftlich rechnet. Deshalb werden die Festival-Besucher wohl auch weiterhin Wacken-Bier trinken und mit der Wacken-Card bezahlen.

Ob der Spaß bei allem Geschäft abhanden kommt? Nun, schauen wir doch einmal in das folgende Video. Denn auf dem größten Heavy-Metal-Festival der Welt treten jede Menge namhafter Bands auf. In diesem Jahr sind beispielsweise Helloween, Avantasia, Blind Guardian, Judas Priest, Motorhead oder Ozzy Osbourne dabei. Derart große und innerhalb der Zielgruppe gut bekannte Namen ziehen natürlich jede Menge Fans an, die fleißig die Auftritte ihrer Lieblingsbands feiern. So wie im folgenden Video, das Blind Guardian bei einem Auftritt vor einigen Jahren zeigt.

Und wem diese schöne Ballade zu ruhig war, der kann mit dem folgenden Video einmal antesten, ob er die notwendige Fitness im Nackenwirbelbereich besitzt, um vielleicht auch einmal am Wacken Open Air teilzunehmen. ;)

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter +++ jhmc @ Facebook


Bookmark and Share

Neues vom Heart Attack Grill - Essen mit Nebenwirkungen

Wer unser Blog und auch unser Magazin bereits etwas länger verfolgt der weiß, dass das Konzept des Heart Attack Grill aufgrund seiner klaren Positionierung und des vervorragenden viralen Marketing eine regelrechte Begeisterung bei uns auslöst. Denn was mit “Bypass-Burgern” und “Flatliner Fries” zunächst wie Klamauk aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als geradezu Lehrbuch-artige Umsetzung einer Nischen-Strategie - und das mit allen Konsequenzen.

Also macht man sich auch in der Kommunikation gar nicht erst die Mühe, sich auch nur ansatzweise ein ernährungswissenschaftlich einigermaßen positives Image zu verpassen. So posaunte der Inhaber des Heart Attack Grill gar bereits heraus: “Mein Essen bringt Sie um!” Deutlicher kann man eigentlich nicht mehr kundtun, dass es schlicht und ergreifend um typisch amerikanisches Fastfood in Reinkulur geht.

Natürlich greift “Dr. Jon”, der Inhaber dieser faszinierenden Fettgrube, auch in seinem neuesten Video die gesundheitsvernichtenden Aspekte seiner speziellen Diät auf. Nicht umsonst wird diese ja auch schließlich von “Krankenschwestern” serviert. Aber sehen Sie selbst.

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter

Webnews


Bookmark and Share

Wir sprühen uns ein Kleid

Es ist schon spannend, über was man im Internet so alles stolpert. Oder hätten Sie gedacht, dass es Kleidung zum aufsprühen gibt?

Nein? Wir auch nicht. Bis wir das Unternehmen Fabrican entdeckten. Denn dieses Unternehmen hat doch tatsächlich eine Textilfaser entwickelt, die sich einfach aufsprühen lässt. Beim Trocknen verbinden sich die Fasern zu einem Gewebe, das nach Aussage des Unternehmens sogar waschbar sein soll.

Ja, und nun sprühen unsere fleißigen Wissnschaftler also munter drauf los und produzieren Kleidungsstücke einfach durch das Aufsprühen auf den Körper des Trägers. Von wegen maßgeschneidert! Maßgesprüht heißt nun die Devise.

Nun fragt man sich also, ob man zum Kauf von Kleidung statt in eine Boutique in Zukunft wohl in ein Labor geht. Andererseits könnte das durchaus interessant sein, falls diese Technik tatsächlich günstiger als maßgeschneiderte Kleidung sein sollte. Außerdem könnte dies auch für technische Textilien oder auch in der Medizin interessant sein. Wir sind jedenfalls gespannt, ob und welche Märkte diese Technologie erobern kann.

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter

Webnews


Bookmark and Share

Kleidungsstücke zum Geotagging

Es ist immer wieder faszinierend, welche neuen Produktideen die Menscheit immer wieder hervorbringt. Manche sind wirklich nützlich und sinnvoll, bei anderen dagegen fragt man sich, ob der Erfinder seine Zeit nicht lieber sinnvoller vetreiben sollte.

Gut, manchmal kommt immerhin etwas witziges dabei heraus. So fanden wir neulich in einem Ladengeschäft einen Zauberwürfel für Blondinen. Bei dem sind dann alle Seiten pink, was die Auflösung natürlich extrem erleichtert.Wir haben mal etwas recherchiert und das gute Stück auch bei Amazon gefunden.

Völlig von den Socken gehauen hat uns jedoch “The North Skirt”, den wir neulich in einem Beitrag bei Ehrensenf entdeckten: Ein Rock, der immer nach Norden zeigt. Wow, darauf muss man erst einmal kommen. Ist es doch das Kleidungsstück schlechthin für weibliche Geotagger. Denn so kann die Trägerin im Zweifel direkt an ihrer Kleidung erkennen, ob sie in die richtige Richtung läuft.

Ach, Sie meinen, es wäre schon ein wenig merkwürdig, gleich einen Kompass in die Kleidung einzubauen? Nun gut, andererseits sind auch wir immer wieder überrascht, wofür es alles einen Markt gibt. Denn selbst für den auf den ersten Blick unwahrscheinlich anmutenden Fall, dass man sein Pferd kostümieren möchte, gibt es einen passenden Anbieter. Ja, das nennen wir wirklich mal eine Nischenstrategie. Und auch die Fotogalerie des Anbieters von Pferdekostümen ist es natürlich ebenfalls wert, dass man einmal einen Blick riskiert. ;)

So, nun aber wünschen wir Ihnen aber viel Spaß mit dem Rock, der einen eingebauten und leuchtenden Kompass besitzt. Wir sind gespannt, ob solcherlei Ideen Eingang in die Haute Couture finden.

>> Kontakt +++ jhmc +++ jhmc @ twitter

Webnews